OpenAI stößt zum 852-Milliarden-Dollar-IPO-Rennen, während Anthropic und SpaceX vorpreschen

OpenAI stößt zum 852-Milliarden-Dollar-IPO-Rennen, während Anthropic und SpaceX vorpreschen

OpenAI hat am Montag vertraulich einen Börsengang (IPO) beantragt und gesellt sich damit zu Anthropic und SpaceX in einem Dreikampf an der Wall Street, während das 852-Milliarden-Dollar-Startup seinem Börsendebüt näher rückt.

Zentrale Punkte:

  • OpenAI hat vertraulich ein Formular S-1 bei US-Aufsichtsbehörden eingereicht – ein erster formeller Schritt in Richtung IPO ohne festen Zeitplan.
  • Der Schritt folgt auf Anthropics Einreichung vom 1. Juni und erfolgt wenige Tage vor SpaceXs geplanter Markteinführung am 12. Juni.
  • OpenAI wurde im März mit 852 Milliarden Dollar bewertet, während Anthropic später nach einer 65-Milliarden-Dollar-Runde 965 Milliarden Dollar erreichte.

OpenAI-IPO-Einreichung bestätigt

Das Unternehmen aus San Francisco gab die vertrauliche Einreichung des Formulars S-1 bei der SEC selbst bekannt und erklärte, man habe erwartet, dass die Nachricht durchsickern würde, bevor man das Timing steuern könne. Die Führung hat keinen Zeitplan festgelegt und betont, dass sich einige Ziele im Privatbesitz leichter verfolgen lassen. Die Einreichung lässt dennoch Spielraum, früher an die Börse zu gehen, falls der Zeitpunkt sich als günstig erweist.

Der Schritt folgt auf Anthropics vertrauliche Einreichung vom 1. Juni und erfolgt nur wenige Tage vor SpaceXs geplanter Markteinführung am 12. Juni.

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Warum der OpenAI-Börsengang wichtig ist

Banker sehen das Timing als Wettstreit, da der erste Börsengang den Maßstab setzen könnte, wie Investoren das weitere KI-Umfeld bewerten. OpenAI zielt auf eine Bewertung von bis zu 1 Billion Dollar, mit einem möglichen Debüt bis September. Anthropic hingegen überholte seinen Rivalen im Frühjahr mit einer Bewertung von 965 Milliarden Dollar – der höchsten eines Startups.

Goldman Sachs und Morgan Stanley steuern den Prozess, wobei ein möglicher Börsengang im Herbst ins Auge gefasst wird. Zudem ist ein Tenderangebot in Vorbereitung, das aktuellen Mitarbeitern den Verkauf eines Teils ihrer Anteile ermöglicht.

Analysten sehen ein sensibles Umfeld, und Nate Elliott von Emarketer bezeichnete den Moment als heikel, da OpenAI einen Teil der frühen ChatGPT-Führungsposition an Google und Anthropic abgibt.

Vorstandschef Sam Altman hat in einem Interview die dritte Phase des Unternehmens skizziert und den Börsengang mit einer sich um KI herum umformenden Wirtschaft verknüpft. Der Vorstoß fällt zudem in eine Phase, in der Bernie Sanders und Präsident Donald Trump fordern, der Öffentlichkeit einen Anteil am KI-Wachstum zu geben.

Finanzchefin Sarah Friar schlug im Frühjahr einen vorsichtigen Ton an. Sie sagte, das Unternehmen habe bereits mit der Disziplin eines börsennotierten Konzerns gearbeitet und wolle vorbereitet sein. Die öffentlichen Märkte, so fügte sie hinzu, seien weitaus größer als die privaten und brächten nach dem Börsengang eine strengere Kontrolle mit sich.

OpenAIs langer Weg an die Börse

Der Weg hierher war kurvenreich. OpenAI wurde 2015 als Non-Profit gegründet, in eine Public-Benefit-Corporation umgewandelt, besiegte Mitgründer Elon Musk in einem Juryprozess im vergangenen Monat und reduzierte in diesem Jahr seine Compute-Pläne von 1,4 Billionen auf rund 600 Milliarden Dollar bis 2030.

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