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Pakistan wandelt Notverordnung zu Kryptowährungen kurz vor Ablauf in Gesetz um – mit Strafandrohungen und Scharia-Vorgaben

Pakistan wandelt Notverordnung zu Kryptowährungen kurz vor Ablauf in Gesetz um – mit Strafandrohungen und Scharia-Vorgaben

Das pakistanische Parlament hat den Virtual Assets Act 2026 verabschiedet, während die präsidentielle Verordnung zur Einrichtung der Kryptoaufsicht nur noch wenige Tage bis zum Ablauf hatte. Damit wurde eine befristete Maßnahme in eine dauerhafte Gesetzgebung mit strafrechtlichen Sanktionen für nicht lizenzierte Betreiber umgewandelt.

Präsident Asif Ali Zardari hat das Gesetz unterzeichnet und damit einen Gesetzgebungsprozess abgeschlossen, der den Senat am 27. Februar und die Nationalversammlung am 3. März passiert hatte.

Die Gesetzgebung kommt in einem Land, das Kryptowährungen 2018 verboten hat und nun von etwa 40 Millionen aktiven inländischen Nutzern ausgeht – einer der größeren Kryptonutzerbasen in der Entwicklungswelt.

Was passiert ist

Das Virtual Assets Act etabliert die Pakistan Virtual Assets Regulatory Authority (PVARA) dauerhaft als autonome gesetzliche Behörde mit Befugnissen zur Lizenzierung, Aufsicht und zum Widerruf von Genehmigungen für Börsen, Verwahrer, Token-Emittenten und andere Dienstleister.

PVARA war im Juli 2025 durch eine präsidentielle Verordnung geschaffen worden; ohne das neue Gesetz wäre diese Verordnung Anfang März 2026 ausgelaufen.

Nach dem Gesetz ziehen unlizensierte Kryptoaktivitäten nun strafrechtliche Sanktionen von bis zu 50 Mio. PKR (~179.000 US‑Dollar) und fünf Jahren Haft nach sich. Unbefugte Angebote oder Werbemaßnahmen für virtuelle Vermögenswerte unterliegen einem separaten Bußgeld von 25 Mio. PKR (~89.000 US‑Dollar) und bis zu drei Jahren Haft. PVARA kann außerdem besondere „Virtual-Asset-Zonen“ ausweisen, um Blockchain-Unternehmen anzuziehen, auch wenn bislang noch keine Zone benannt wurde.

Antragsteller für Vollzulassungen müssen bereits eine aufsichtsrechtliche Anerkennung aus einer großen Jurisdiktion – den USA, der EU oder Singapur – besitzen, Mindestkapitalanforderungen erfüllen und die Einhaltung der Scharia unter Aufsicht eines Gremiums islamischer Finanzgelehrter sicherstellen.

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Warum das wichtig ist

Binance und HTX haben im Dezember 2025 jeweils sogenannte No Objection Certificates von PVARA erhalten, die es ihnen erlauben, sich bei der Financial Monitoring Unit Pakistans zur Einhaltung der Geldwäschevorschriften zu registrieren, während sie vollständige Lizenzanträge vorbereiten.

Keines der Unternehmen darf bislang kommerziell tätig werden.

Im Januar 2026 unterzeichnete Pakistan außerdem eine Absichtserklärung mit einem Unternehmen, das mit World Liberty Financial – einem Kryptowährungsprojekt mit Bezug zur Familie des US‑Präsidenten Donald Trump – verbunden ist, um einen dollarunterlegten Stablecoin für grenzüberschreitende Zahlungen zu prüfen. Diese Vereinbarung befindet sich weiterhin auf der MOU‑Stufe.

Pakistans rascher Regulierungsschub folgt auf Jahre informeller, volumenstarker Nutzung von Kryptowährungen, die die Regierung weitgehend weder besteuern noch überwachen konnte. Der Rahmen von PVARA entspricht den Standards der Financial Action Task Force, deren Einhaltung Pakistan historisch unter starkem Druck stand.

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