Pi Network (PI) hat am Montag seine pauschale Gebühr von 0,25 PI für das Erstellen und Bearbeiten von Apps im KI-gestützten App Studio abgeschafft und die meisten Entwickler auf ein variables Preismodell umgestellt.
Wichtigste Punkte:
- Das Core Team hat das App Studio zum 24. August auf nutzungsabhängige Preise umgestellt und damit die pauschale 0,25-PI-Gebühr für Erstellung und Bearbeitung ersetzt.
- Entwickler, deren Apps reale Nutzer jenseits der eigenen Tests anziehen, behalten den alten, subventionierten Tarif; die Berechtigung wird laufend überprüft.
- PI verharrt um 0,09 US-Dollar, während der Gesamtmarkt in der vergangenen Woche deutlich angesprungen ist.
Grundlegende Neuausrichtung der App-Studio-Preise
Das Core Team hinter dem mobilen Mining-Projekt bestätigte, dass die Umstellung am 24. August in Kraft trat – rund eine Woche, nachdem es die Pläne in einem Blogbeitrag skizziert hatte. Bis dahin zahlten Entwickler 0,25 PI, um mit dem Tool eine Anwendung zu generieren, und denselben Betrag für jede nachfolgende Bearbeitung. Diese Sätze lagen deutlich unter den tatsächlichen Kosten der zugrunde liegenden KI-Dienste; das Netzwerk hatte die Differenz in der Einführungsphase stillschweigend selbst getragen.
Die Standardpreise orientieren sich nun direkt an diesen KI-Kosten. Die Gebühr variiert also mit den Rechenressourcen, die jede Anfrage verbraucht. Pi betont, dass keinerlei Aufschlag auf die zugrunde liegenden KI-Services erhoben wird – die Rechnung hängt damit davon ab, wie komplex eine Neu-Erstellung oder ein Edit tatsächlich ausfällt.
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Warum bestimmte Pi-Entwickler die Subvention behalten
Nicht alle Entwickler zahlen den neuen Tarif. Wer mit seiner App eine nennenswerte Zahl unterschiedlicher Nutzer erreicht – also über das eigene Testen hinaus –, behält die seit dem Start gewährte Subvention. Das Team will dazu zunächst eigene Qualifikationskriterien auf die vorhandenen App-Studio-Daten anwenden, um die erste Gruppe berechtigter Projekte zu bestimmen.
Wer den ersten Cut verpasst, bleibt nicht dauerhaft außen vor: Die Einstufung wird in regelmäßigen Abständen überprüft, und Entwickler, die später eine echte Nutzung vorweisen können, können wieder in die günstigere Tarifstufe aufsteigen.
Die Berichterstattung über die Änderung hat sie als eine Art Filter interpretiert – weniger als klassische Preiserhöhung, mehr als Instrument gegen die lange Liste von Apps, die nur für Tests, Experimente oder schlicht Spam gebaut wurden. Das Projekt argumentiert seit Monaten, dass das Ökosystem Anwendungen braucht, die tatsächlich geöffnet werden – nicht bloß einen Katalog an Karteileichen. Das neue Preismodell unterlegt diese Argumentation nun mit finanziellen Anreizen.
PI-Kurs tritt bei rund 0,09 US-Dollar auf der Stelle
Der Zeitpunkt ist heikel. Bitcoin (BTC) ist in der Woche bis zum 21. August um rund 22 % gestiegen – der stärkste Sieben-Tage-Lauf seit März 2024, getrieben von einem Short Squeeze und anhaltenden Zuflüssen in börsengehandelte Fonds. PI profitierte davon kaum.
Der Token notierte am Dienstag bei etwa 0,089 US-Dollar und blieb damit weiter unter der Marke von 0,09 US-Dollar, die er mehrfach nicht verteidigen konnte. Chartbeobachter verweisen auf die Zone zwischen 0,10 und 0,11 US-Dollar als nächsten ernstzunehmenden Widerstand Hinweis. PI verbrachte den Großteil des August in einer engen Spanne zwischen rund 0,078 und 0,09 US-Dollar – eine Seitwärtsphase nach einem Rutsch auf ein Rekordtief bei etwa 0,071 US-Dollar im Juli. Vom Hoch im Februar 2025 liegt der Kurs damit rund 97 % entfernt.
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