Polymarket bezahlte Creator für fingierte Wettgewinne, laut WSJ

Polymarket bezahlte Creator für fingierte Wettgewinne, laut WSJ

Polymarket bezahlte Creator dafür, fingierte Wetten auf kopierten Versionen seiner Website zu inszenieren, wie eine Untersuchung des Wall Street Journal ergeben hat.

Zentrale Punkte:

  • Eine Überprüfung des Wall Street Journal umfasste 1.105 Creator-Videos von Dezember 2025 bis Mitte Mai.
  • Keiner der gezeigten Einsätze im Wert von rund 1,9 Millionen US-Dollar war echt, so das Journal.
  • Polymarket erklärte, es werde Werbeinhalte prüfen lassen.

Polymarket‑Videos

Polymarket bezahlte überwiegend Creator im Studentenalter dafür, fingierte Einsätze – und teils auch fingierte Gewinne – auf nahezu identischen Kopien seiner Prognosemarkt-Website zu filmen, berichtete das Journal am Samstag reported.

Die Zeitung reviewed 1.105 Videos von 10 Creatorinnen und Creatorn, die zwischen Dezember 2025 und Mitte Mai gepostet wurden. In etwa 70 % der Clips tauchte eine Wette auf, doch keiner der gezeigten Einsätze im Wert von rund 1,9 Millionen US-Dollar war echt.

In einem Video vom Januar zeigte George Makihara einen Gewinn von 100.000 US-Dollar auf einem Markt, in dem es darum ging, ob Donald Trump in diesem Monat „McDonald's“ sagen würde. Der Clip nutzte zwei Monate altes Filmmaterial, während mehr als 50 reale Konten, die dieselbe Wette im Januar platziert hatten, allesamt verloren.

Polymarket baute Attrappen‑Websites, darunter „poiymarket.com“, eine falsch geschriebene Domain, die der echten ähneln kann, wenn das „i“ großgeschrieben wird. In 118 Videos feierten Creator fast 900.000 US-Dollar an fingierten Gewinnen, obwohl diese Wetten in Wirklichkeit mehr als 166.000 US-Dollar Verlust gebracht hätten.

Auch lesen: Secret Network’s 4,67 Mio. $ Bridge‑Raub begann mit einer fehlenden Überprüfung

Zahlungen an Creator

Creator erhielten etwa 2.000 bis 3.000 US-Dollar im Monat und wurden laut Journal angewiesen, diese Vereinbarung nicht offenzulegen. Einige fügten später „@polymarket partner“ zu ihren Profilen hinzu, nachdem die Zeitung begonnen hatte, Fragen zu stellen.

Die Kampagne zielte auf US‑Nutzerinnen und ‑Nutzer, obwohl Polymarket seit einer Einigung mit der Commodity Futures Trading Commission im Jahr 2022 daran gehindert ist, seine Hauptplattform Amerikanern anzubieten. Die Marketingfirma Virality zahlte Clippern nur dann, wenn mindestens 60 % ihres Publikums in den USA waren, und die Clips erzielten zusammen mehr als 140 Millionen Aufrufe auf TikTok, YouTube und Instagram.

Polymarket teilte dem Journal mit, man sei „verpflichtet, genaue, faire und transparente Märkte aufrechtzuerhalten“ und plane eine umfassende Prüfung. Der Fall folgt auf einen Bericht von Politico vom 5. Juni, demzufolge Chief Marketing Officer Matthew Modabber ein persönliches PayPal-Konto nutzte, um Creator zu bezahlen, die Polymarket‑Quoten auf X ohne Werbekennzeichnung bewarben.

Als Nächstes lesen: XRP saugt Wal‑Verkäufe auf, während sein Ledger im RWA‑Rampenlicht steht

Haftungsausschluss und Risikowarnung: Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen nur Bildungs- und Informationszwecken und basieren auf der Meinung des Autors. Sie stellen keine Finanz-, Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Kryptowährungsassets sind hochvolatil und unterliegen hohen Risiken, einschließlich des Risikos, Ihre gesamte oder einen erheblichen Teil Ihrer Investition zu verlieren. Der Handel oder das Halten von Krypto-Assets ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten sind ausschließlich die des Autors/der Autoren und repräsentieren nicht die offizielle Politik oder Position von Yellow, seinen Gründern oder seinen Führungskräften. Führen Sie immer Ihre eigenen gründlichen Recherchen (D.Y.O.R.) durch und konsultieren Sie einen lizenzierten Finanzprofi, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen.
Polymarket bezahlte Creator für fingierte Wettgewinne, laut WSJ | Yellow.com