Polymarket unter Beschuss: Feuerstellen mit 45-Hektar-Waldbrand in Wales in Verbindung gebracht

Polymarket unter Beschuss: Feuerstellen mit 45-Hektar-Waldbrand in Wales in Verbindung gebracht

Hinweise auf die Nutzung von Feuerstellen werden mit einem rund 45 Hektar großen Waldbrand in Wales in Verbindung gebracht – während die sich zuspitzende Waldbrandlage in Großbritannien die Plattform Polymarket und ihre Katastrophen-Wettmärkte erneut in den Fokus rückt.

Wichtigste Fakten:

  • Einsatzkräfte fanden Spuren von Feuerstellen beim 45-Hektar-Brand im Braichmelyn Forest in Gwynedd.
  • Ein Großbrand am Conwy Mountain zwang Anwohner aus 36 Häusern zur Evakuierung – mitten in einer britischen „Feuerwelle“.
  • Über Polymarket wurden rund 1,2 Mio. US-Dollar auf die Waldbrandsaison 2025 in Los Angeles gewettet.

Waldbrände in Wales erzwingen Evakuierungen

Der North Wales Fire and Rescue Service meldete Hinweise auf Feuerstellen im Braichmelyn Forest nahe Bethesda. Die Feuerwehr lokalisierte dort am 14. Juli drei voneinander getrennte Brandherde. Die rund 45 Hektar große Waldfläche entzündete sich erneut, nachdem ein früheres Feuer zunächst unter Kontrolle gebracht worden war.

Die Behörde beobachtet außerdem den Conwy Mountain, wo ein Waldbrand nahe dem Sychnant Pass zur Ausrufung eines Großschadensereignisses führte und Bewohner aus 36 Häusern in Sicherheit gebracht werden mussten. Einsatzleiter warnten, dass die Hitzewelle in den kommenden Tagen zu außergewöhnlich heftigen Bränden in England und Wales führen könne. Offizielle sprechen inzwischen von einer „Feuerwelle“, in der sich extreme Hitze und rasch um sich greifende Flammen überlagern.

Jody McEachern, Leiterin Prävention beim Dienst, forderte die Öffentlichkeit auf, während der Hitzeperiode auf Feuerstellen und jegliches offene Feuer vollständig zu verzichten. Die Behörden schlossen zudem den Newborough Forest auf Anglesey wegen der Brandgefahr zeitweise und sperrten dort die offizielle Grillzone ab.

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Polymarket gerät wegen Waldbrand-Wetten unter Druck

Die Krise im Vereinigten Königreich fällt in eine Phase, in der krypto-basierte Prognosemärkte verstärkt in der Kritik stehen, Naturkatastrophen in handelbare Kontrakte zu verwandeln. Nutzer setzten Anfang 2025 rund 1,2 Mio. US-Dollar auf die Eaton- und Palisades-Brände – gewettet wurde darauf, wie weit sich die Flammen ausbreiten und wann sie unter Kontrolle gebracht würden. Das hauseigene Marketteam von Polymarket legte fast 20 Fragen rund um die Feuersbrünste in Südkalifornien auf.

Ethikexpertinnen und -experten warnen, die Struktur solcher Märkte könne Brandstiftung sogar begünstigen, da eine einzelne Person innerhalb von Minuten ein Feuer legen oder anfachen könne – und damit finanzielle Anreize entstünden. Der US Forest Service und Cal Fire erklärten übereinstimmend, Daten aus Prognosemärkten nicht zu nutzen.

Die regulierte Börse Kalshi, die der Aufsicht der Commodity Futures Trading Commission untersteht, bietet unter staatlicher Kontrolle Kontrakte auf Hurrikans, Temperaturen und andere Klimaereignisse an.

Ein Nischenanbieter namens Wyldfyre spezialisiert sich inzwischen ausschließlich auf Wetten rund um Feuerereignisse. Die Nische wächst weiter.

Der Widerstand gegen solche Produkte baut sich seit Januar 2025 auf: Damals zerstörten die Palisades- und Eaton-Brände mehr als 16.000 Gebäude und forderten 31 Todesopfer – während Kontrakte auf die Ausbreitung der Feuer in Echtzeit gehandelt wurden. Polymarket hat seine Präsenz im Bereich Waldbrand-Märkte seither sichtbar zurückgefahren, doch Katastrophen-Kontrakte sind auf beiden großen Plattformen weiterhin handelbar.

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