Russlands größtes Bitcoin (BTC) Mining-Unternehmen hat nach Jahren finanzieller Verschlechterung und zunehmender Gläubigerforderungen ein Insolvenzverfahren eingeleitet.
Ein Regionalgericht hat am 27. Januar ein Insolvenzaufsichtsverfahren gegen die Fox Group eingeleitet, die 98 % von BitRiver kontrolliert.
CEO Igor Runets wurde laut russischen Gerichtsunterlagen wenige Tage zuvor wegen Steuerhinterziehung unter Hausarrest gestellt.
Was ist passiert
Das Schiedsgericht der Region Swerdlowsk eröffnete die Insolvenzbeobachtung nach einer Klage der Infrastructure of Siberia, einer Tochtergesellschaft der En+ Group.
BitRiver lieferte trotz Vorauszahlungen von über 9,2 Millionen US-Dollar im Rahmen von Verträgen aus den Jahren 2023–2024 keine Ausrüstung.
Die Gerichte sprachen En+ die Forderung im April 2025 zu, doch Vollstreckungsmaßnahmen ergaben keine pfändbaren Vermögenswerte.
Das Unternehmen sieht sich weiteren Klagen von Gläubigern in Höhe von mehr als 12 Millionen US-Dollar gegenüber, hauptsächlich von Stromversorgern wie Rosseti Siberia und der Irkutsk Electric Grid Company.
Die Konten von BitRiver wurden im Rahmen des Streits eingefroren, was die Geschäftstätigkeit faktisch lahmlegte.
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Warum das wichtig ist
BitRiver kontrollierte einst über 50 % des russischen Bitcoin-Mining-Marktes mit einer Kapazität von 533 Megawatt in 15 Rechenzentren.
Das Unternehmen erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 129 Millionen US-Dollar und betrieb mehr als 175.000 Mining-Geräte.
Das US-Finanzministerium verhängte Sanktionen gegen BitRiver im April 2022 – das erste Mal, dass Washington ein Kryptowährungs-Mining-Unternehmen ins Visier nahm.
Die Sanktionen beschränkten den Zugang zu westlichen Märkten und importierter Ausrüstung und kappten wichtige Einnahmequellen.
Interne Dysfunktion beschleunigte sich Ende 2025 mit Massenentlassungen, dem Weggang von Führungskräften und der Schließung von Büros.
Gerichtsakten zeigen, dass BitRiver in mehreren Klagen grundlegende juristische Unterlagen nicht vorlegte und Zustellbenachrichtigungen nach sieben Tagen als unzustellbar zurückkamen.
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