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SEC weist Klage gegen Gemini nach Rückzahlung von 900 Mio. $ mit Rechtskraft ab

SEC weist Klage gegen Gemini nach Rückzahlung von 900 Mio. $ mit Rechtskraft ab

Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hat ihre zivilrechtliche Durchsetzungsmaßnahme gegen die Gemini Trust Company, die von den Milliardären Tyler und Cameron Winklevoss unterstützte Kryptowährungsplattform, mit Rechtskraft („with prejudice“) abgewiesen. Die Klage stand im Zusammenhang mit dem inzwischen eingestellten Krypto-Kreditprogramm Gemini Earn.

Die gemeinsame Vereinbarung, die am 23. Januar beim US-Bezirksgericht für den Southern District of New York eingereicht wurde, beendet den nahezu dreijährigen Rechtsstreit der SEC.

Was ist passiert

In einer gerichtlichen filing erklärte die SEC, sie weise die Klage „nach Ausübung ihres Ermessens“ ab. Als zentralen Faktor nannte sie die „100-prozentige Rückgabe der Krypto-Vermögenswerte der Gemini-Earn-Anleger in Form von Sachleistungen“ sowie staatliche und aufsichtsrechtliche Vergleiche im Zusammenhang mit dem Earn-Programm.

Die Abweisung „spiegelt nicht notwendigerweise die Position der Kommission in anderen Fällen wider“.

Die ursprüngliche Klageschrift, eingereicht am 12. Januar 2023, warf Gemini und seinem Partner Genesis Global Capital vor, über das Gemini-Earn-Programm nicht registrierte Wertpapiere an US-Privatanleger angeboten und verkauft zu haben. In diesem Programm verliehen Kunden Krypto-Vermögenswerte an Genesis und erhielten im Gegenzug Zinsen.

Nach Ansicht der SEC stellte dies ein nicht registriertes Angebot und einen nicht registrierten Verkauf von Wertpapieren unter Verstoß gegen Bundesrecht dar.

Was war Gemini Earn?

Gemini Earn wurde 2021 gestartet und als Möglichkeit vermarktet, mit Kryptowährungsbeständen Rendite zu erzielen, wobei jährliche Renditen auf Zehntausende von Vermögenswerten beworben wurden.

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Genesis bündelte und setzte diese Vermögenswerte in institutionellen Kreditgeschäften ein, um Einnahmen zu erzielen, mit denen Zinsen an die Anleger gezahlt wurden.

Ende 2022 führte die Marktvolatilität dazu, dass Genesis Auszahlungen stoppte. Rund 900 Millionen US-Dollar an Kundengeldern in Krypto wurden eingefroren, was schließlich zum Insolvenzantrag von Genesis führte.

Warum das wichtig ist

Das Verfahren war eine von mehreren prominenten Durchsetzungsmaßnahmen der SEC, die sich gegen Krypto-Kredit- und Renditeprodukte richteten.

Daneben gab es weitere aufsichtsrechtliche Maßnahmen, darunter Klagen und Vergleiche auf Ebene der Bundesstaaten. So erwirkte etwa die Generalstaatsanwaltschaft von New York die Rückführung digitaler Vermögenswerte für Tausende Gemini-Earn-Anleger und untersagte Gemini Krypto-Kreditgeschäfte. Außerdem sagte Gemini in anderen aufsichtsrechtlichen Vergleichen zu, mehr als 1 Milliarde US-Dollar an Nutzer zurückzuzahlen.

Genesis selbst einigte sich im März 2024 mit der SEC auf eine zivilrechtliche Geldstrafe und eine Unterlassungsverfügung, ohne ein Fehlverhalten einzuräumen.

Die Abweisung mit Rechtskraft bedeutet, dass die SEC dieselben Ansprüche in dieser Angelegenheit nicht erneut geltend machen kann. Damit erhält Gemini rechtliche Klarheit vor dem Hintergrund eines umfassenderen Wandels in der US-amerikanischen Regulierung von Kryptounternehmen.

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