Charles Schwab öffnet drei weitere Token für seine 39,9 Millionen Brokerage-Konten und nimmt Solana (SOL), Avalanche (AVAX) und Chainlink (LINK) neu ins Angebot auf.
Wichtigste Punkte:
- Schwab wird Solana, Avalanche und Chainlink in den kommenden Monaten auf der Plattform Schwab Crypto verfügbar machen und die Zahl der unterstützten Spot-Assets von zwei auf fünf erhöhen.
- Die Plattform ist im Mai ausschließlich mit Bitcoin und Ether gestartet und verlangt 75 Basispunkte auf den in US‑Dollar bemessenen Handelswert jeder Transaktion.
- Schwab verwaltete Ende Juli Kundengelder von 13,04 Billionen US‑Dollar über 39,9 Millionen aktive Brokerage-Konten.
Schwab Crypto wächst über Bitcoin und Ether hinaus
Der Broker kündigte die Erweiterung am Donnerstag an. Die drei Assets sollen in den kommenden Monaten für Schwab-Crypto-Konten freigeschaltet werden. Die Auswahl orientiere sich an der Kundennachfrage nach etablierten Kryptowährungen, hieß es.
Bislang bot die Plattform ausschließlich Spot-Exposure in Bitcoin (BTC) und Ether (ETH). Mit den Neuzugängen steigt die Zahl der gelisteten Krypto-Assets von zwei auf fünf. Schwab berechnet eine Gebühr von 75 Basispunkten auf den Dollarwert jeder Order.
Joe Vietri, Leiter des Digital-Asset-Geschäfts, betonte, Kund:innen erhielten damit mehr Spielraum, digitale Anlagen neben den bereits genutzten Wertpapier- und Bankdienstleistungen bei Schwab zu allokieren. Das Unternehmen erklärte, man wolle das Krypto-Universum und andere digitale Assets schrittweise ausbauen. Konkrete Termine für die drei neuen Listings oder weitere Kandidaten nannte Schwab jedoch nicht.
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Warum 39,9 Millionen Schwab-Konten den Ausschlag geben
Der entscheidende Faktor ist die Größenordnung – sie hebt die Notiz klar von einer gewöhnlichen Börsenmeldung ab.
Die Kundengelder beliefen sich Ende Juli auf insgesamt 13,04 Billionen US‑Dollar. Sie verteilen sich auf 39,9 Millionen aktive Brokerage-Konten, 2,4 Millionen Bankkonten und 5,9 Millionen Teilnehmende in betrieblichen Vorsorgeplänen. Der offizielle Account von Solana auf X begrüßte die Entscheidung und sprach von direktem Zugang zu einer Kundschaft dieser Größenordnung.
Wettbewerber bearbeiten denselben Markt: Coinbase und Robinhood listen bereits Hunderte von Token, und Morgan Stanley testet Krypto-Angebote für E*Trade zu Gebühren, die unter dem Retail-Satz von Schwab liegen sollen. Schwab hält seine eigene Liste bewusst kurz und positioniert sie direkt neben den klassischen Anlagen wie Aktien und Anleihen. Für Einwohner:innen der US-Bundesstaaten New York und Louisiana bleibt das Angebot vorerst gesperrt.
Verwahr-Offensive für Berater:innen bis 2027
Hinter der Retail-Plattform winkt ein noch größeres Geschäft: Bis zur Mitte des Jahres 2027 peilt das Unternehmen an, Spot-Handel, Transfers und Verwahrung speziell für registrierte Anlageberater:innen bereitzustellen.
Über diese Berater-Channel laufen heute mehr als 5 Billionen US‑Dollar durch Schwabs Custody-Sparte. Krypto-Allokationen ihrer Mandant:innen werden derzeit in der Regel an spezialisierte Anbieter außerhalb des klassischen Brokerage-Geschäfts ausgelagert.
Die Expansion krönt ein dynamisches Jahr für ein Unternehmen, das digitale Vermögenswerte lange auf Distanz zu seinen Privatkund:innen gehalten hat. Schwab stieg bereits 2022 als Gründungsinvestor bei der institutionellen Börse EDX Markets ein und öffnete in diesem Frühjahr den Retail-Spot-Handel in Bitcoin und Ether über den Ausführungspartner Paxos.
Im Juni schaltete der Broker zudem das erste Rund-um-die-Uhr-Produkt seiner Geschichte frei: nahezu 24/7 handelbare Futures auf Bitcoin, Ether, Solana und XRP (XRP) über die thinkorswim-Plattformen.
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