Solana (SOL) rückt einem tiefgreifenden Angebotsschub näher: Eine Gebührenreform hat die erste Hürde genommen und könnte die täglichen Token-Burns nahezu ver-14-fachen.
Wichtigste Punkte:
- Der Vorschlag könnte tägliche SOL-Burns von derzeit rund 650 auf bis zu 9.000 anheben.
- Vor der finalen Governance-Abstimmung ist die Unterstützung von 15 % des aktiven Stakes nötig.
- Zusammengenommen könnten die Änderungen bis 2032 rund 36,9 Millionen SOL weniger im Umlauf lassen.
Solana-Burn-Abstimmung
Der Resource-and-Inclusion-Fee-Vorschlag ist am 4. August in die Unterstützungsphase eingetreten. In dieser Phase ist Rückhalt von mindestens 15 % des aktiven Stakes erforderlich, um eine vollständige Governance-Abstimmung auszulösen. Das Votum ist damit noch nicht endgültig.
Nach dem Plan könnten die geschätzten täglichen Burns von etwa 650 SOL auf zwischen 7.500 und 9.000 SOL steigen. Damit würde sich die Art und Weise verändern, wie die Netzwerkauslastung das Angebot beeinflusst – ohne die laufende Token-Emission von Solana abzuschaffen.
Analysten haben berechnet, dass ein separater Vorschlag zur beschleunigten Desinflation die prognostizierten Emissionen über sechs Jahre um rund 18,9 Millionen SOL senken könnte. Beim aktuellen Kurs entspräche das etwa 1,39 Milliarden US-Dollar – ein nicht zu vernachlässigender Unterschied.
Zusammengenommen könnten die Gebühren- und Desinflationsvorschläge Solana bereits in rund 2,8 Jahren an die minimale Inflationsrate heranführen – statt in 5,7 Jahren. Die Verlangsamung des Angebots würde damit deutlich vor 2032 vorgezogen.
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Ausblick für das SOL-Angebot
Marktschätzungen zufolge könnte ein täglicher Burn von 9.000 SOL bei gleichzeitig sinkender Emission dazu führen, dass bis 2032 etwa 36,9 Millionen Tokens weniger im Umlauf sind als unter der aktuellen Politik. Entscheidend bleibt jedoch die Nachfrageseite. Einige Analysten sehen bei einer Zustimmung Rückenwind für einen Anlauf auf 100 US-Dollar im vierten Quartal. Die Angebotsmodelle berücksichtigen allerdings weder eine veränderte Nachfrage noch das Gesamtmarktumfeld.
Unter der Annahme unveränderter Marktkapitalisierung errechneten Analysten, dass das geringere Angebot den impliziten Wert jedes SOL um rund 5,3 % erhöhen könnte. In einem Szenario mit 27.000 SOL täglichem Burn würde dieser Effekt auf etwa 11,7 % steigen.
Nimmt man den bisherigen Rekordkurs von Solana als Referenz, könnte der Angebotseffekt rechnerisch rund 32 US-Dollar je Token hinzufügen – vorausgesetzt, die Nachfrage bliebe konstant. Diese Annahme macht die Berechnung jedoch eher illustrativ als prognostisch belastbar.
Historisch gesehen senkt Solanas Inflationspfad die Emission schrittweise in Richtung einer Untergrenze von 1,5 %, während die bisherigen Fee-Burns gering ausfallen im Vergleich zu rund 65.500 SOL, die laut der Analyse derzeit täglich neu ausgegeben werden. Die aktuellen Vorschläge würden diesen Übergang deutlich beschleunigen.
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