StarkWare hat STRK20 vorgestellt, ein Token-Framework, das Transaktionsprivatsphäre direkt in ERC‑20‑Assets auf Starknet (STRK) einbettet.
Das System versteckt standardmäßig Sender, Empfänger, Tokentyp und Transferbetrag – ohne auf Mixer oder externe Wrapper angewiesen zu sein.
Das Deployment auf dem Starknet-Mainnet ist für später in diesem Jahr vorgesehen.
Das Framework basiert auf Starknets nativer Zero‑Knowledge‑Architektur. Jede private Transaktion wird clientseitig bewiesen und auf Sequencer‑Ebene mit derselben Infrastruktur verifiziert, die Starknet bereits nutzt, um seine eigenen Blöcke zu beweisen.
Die gesamte Logik ist in Cairo geschrieben, was die Notwendigkeit einer separaten Circuit‑Sprache oder einer parallelen Proving‑Infrastruktur eliminiert.
Was STRK20 leistet
Im Zentrum des Systems steht der Starknet Privacy Pool – ein gemeinsamer Pool, der jeden ERC‑20‑Token im Netzwerk unterstützt.
Nutzer zahlen in den Pool ein, tätigen Transaktionen und ziehen wieder ab. Jede Transaktion wird durch einen ZK‑Proof abgesichert, der die Gültigkeit bestätigt, ohne zugrunde liegende Daten für Außenstehende offenzulegen.
Transaktionen sollen in unter fünf Sekunden final sein und weniger als 0,20 US‑Dollar kosten – Leistungswerte, die das Team so gewählt hat, um Privatsphäre für Finanzanwendungen praktisch nutzbar zu machen, nicht nur technisch möglich.
Das System startet mit zwei Live‑Integrationen: anonymen Swaps auf Ekubo DEX und anonymem Staking. In beiden Abläufen interagieren Nutzer direkt aus dem Privacy Pool, ohne dass eine Adresse mit dem Trade oder der Staking‑Position verknüpft ist.
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Warum das für Institutionen wichtig ist
Die Transparenz öffentlicher Blockchains ist ein strukturelles Hindernis für die institutionelle und unternehmerische Nutzung. Lieferkettenzahlungen, Treasury‑Management und Handelsaktivitäten werden in dem Moment zum öffentlichen Register, in dem sie eine Blockchain berühren – unvereinbar mit der Arbeitsweise der meisten Finanzakteure.
Eli Ben‑Sasson, CEO von StarkWare und Mitgründer von Zcash (ZEC), sagte, diese Fähigkeit könne die institutionelle Nutzung von Stablecoins „um etwa fünf Gänge hochschalten“.
STRK20 soll außerdem strkBTC untermauern, ein bitcoinbasiertes Asset, das Starknet im Rahmen seiner breiteren BTCFi‑Initiative vorgestellt hat.
Der Compliance‑Mechanismus
STRK20 enthält einen begrenzten Audit‑Pfad. Wenn ein Nutzer dem Privacy Pool beitritt, registriert er einen verschlüsselten Viewing Key on‑chain.
Auf eine regulatorische Anfrage hin kann ein benannter, unabhängiger Prüfer genau diesen Schlüssel des jeweiligen Nutzers entschlüsseln und dessen vollständige Transaktionshistorie rekonstruieren – ohne die Daten anderer Nutzer zu berühren.
Der Mechanismus soll eine hartnäckige Frage im Privacy‑Krypto‑Bereich adressieren: ob sich ein Compliance‑Pfad in die Protokoll‑Ebene selbst einbauen lässt, statt im Nachhinein aufgesetzt zu werden. Ob Institutionen diese Antwort als ausreichend akzeptieren, bleibt abzuwarten.
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