Nasdaq hat am 9. März angekündigt, ihre europäischen Handelsplätze mit Seturion zu verbinden, einer Blockchain-basierten Abwicklungsplattform, die von der Börse Stuttgart Group betrieben wird. Damit wird Nasdaq zum ersten externen institutionellen Partner, der dem Netzwerk beitritt.
Die Vereinbarung, die sich zunächst auf strukturierte Produkte konzentriert, zielt auf die anhaltende Fragmentierung der europäischen Post-Trade-Infrastruktur ab – in der nationale Abwicklungssysteme, unterschiedliche Rechtsrahmen und zahlreiche Anbieter die Kosten erhöht und die Abwicklungszyklen an den EU-Märkten verlängert haben.
Beide Unternehmen erklärten, sie planten, die Teilnahme im Laufe der Zeit auf weitere Emittenten, Broker und Finanzinstitute auszuweiten.
Seturion, das im September 2025 gestartet wurde, unterstützt alle Anlageklassen über öffentliche und private Distributed-Ledger-Netzwerke hinweg und ermöglicht die Abwicklung sowohl in Zentralbankgeld als auch in On-Chain-Cash.
Die Plattform wurde bereits in Blockchain-Tests der EZB erprobt und ist im Live-Einsatz bei BX Digital, der Schweizer DLT-Handelsplattform der Börse Stuttgart.
Was das Geschäft beinhaltet
Im Rahmen der Partnerschaft würden tokenisierte Wertpapiere, die an den europäischen Handelsplätzen von Nasdaq gehandelt werden, über die Seturion-Plattform abgewickelt.
Das System ist so konzipiert, dass es innerhalb der bestehenden EU-Regulierungsrahmen wie MiFID II und dem DLT-Pilotregime betrieben wird, das Finanzinstituten erlaubt, Distributed-Ledger-Technologie im Wertpapierhandel und in der Abwicklung zu testen.
Roland Chai, Präsident European Market Services und Leiter Digital Assets bei Nasdaq, sagte, die Partnerschaft ziele darauf ab, „Fragmentierungs- und Effizienzherausforderungen anzugehen, die das Wettbewerbspotenzial der Region begrenzen“.
Die Europäische Zentralbank erklärte im April 2025, es bestehe „dringender Handlungsbedarf, Europas fragmentierte Kapitalmärkte zu integrieren, nicht nur im Bereich Post-Trade, sondern auch in der Aufsicht.“
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Warum das wichtig ist
Die Vereinbarung erfolgt am selben Tag, an dem Nasdaq eine separate Partnerschaft mit der Kraken-Mutter Payward bekanntgab, um eine Infrastruktur für tokenisierte Aktien für internationale Märkte zu entwickeln.
Zusammen positionieren die Ankündigungen Nasdaq als zentralen Knotenpunkt in zwei parallelen Tokenisierungsinitiativen: eine europäische Abwicklungsschicht über Seturion und ein Endkunden-Gateway für tokenisierte Aktien über Kraken.
Tokenisierte börsennotierte Aktien haben laut Daten von RWA.xyz einen Gesamtwert von rund 1,01 Milliarden US-Dollar auf der Blockchain erreicht, doch dieser Wert bleibt gering im Vergleich zum Umfang der traditionellen Wertpapiermärkte, auf die diese Plattformen abzielen.
Im Februar vereinbarte die Börse Stuttgart Group außerdem, ihr Krypto-Geschäft mit dem in Frankfurt ansässigen Tradias zu fusionieren – als Teil eines breiteren Vorstoßes in institutionelle Märkte für digitale Vermögenswerte.
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