Bitcoin (BTC) tritt in eine Phase ein, in der die Kursentwicklung weniger von spekulativem Momentum und stärker von den zugrunde liegenden Liquiditätsbedingungen getrieben wird, da die Spot-Nachfrage nachlässt und Marktteilnehmer eine defensivere Haltung einnehmen.
Eine Analyse von Bitfinex verweist auf einen Markt, der sich schwer damit tut, Widerstandsniveaus zurückzuerobern – nicht aufgrund von Panikverkäufen, sondern weil eine anhaltende Nachfrage auf der Käuferseite ausgeblieben ist.
ETF-Zuflüsse, die zuvor für eine stetige strukturelle Unterstützung sorgten, haben sich deutlich verlangsamt. Dadurch nimmt die passive Nachfrage ab, und der Preis ist zunehmend auf organische Marktteilnahme angewiesen.
Spot-Nachfrage schwächt sich ab, strukturelle Unterstützung schwindet
Da ETF-Ströme nicht mehr als verlässlicher Puffer fungieren, haben sich die Dynamiken am Spotmarkt verschoben.
Der Verkaufsdruck ist anhaltender geworden und begrenzt die Anschlusskäufe auf der Oberseite selbst während Erholungsrallyes.
Statt einer scharfen Kapitulation zeigt der Markt ein Muster der Absorption, bei dem Verteilung in Stärke hinein erfolgt, ohne breitere Unordnung auszulösen.
Diese Dynamik deutet auf eine reifere Marktphase hin, in der Teilnehmer selektiver agieren und Kursanstiege klarere Überzeugung erfordern, statt reflexartigem Dip-Buying.
On-Chain-Signale deuten auf Verteilung, nicht auf Stress
Unterdessen wies Glassnode am Montag auf eine Hinwendung zu defensiver Positionierung über On-Chain- und Derivatekennzahlen hin.
Das kumulierte Spot-Volumen-Delta ist klar ins Negative gedreht, was darauf hindeutet, dass Verkäufer den Handel dominieren.
Gleichzeitig zeigt die im Bericht verfolgte ETF-Aktivität Nettoabflüsse, was die Sicht stützt, dass institutionelle Akteure von Akkumulation zu Vorsicht übergegangen sind.
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On-Chain-Daten zeigen, dass Langzeitinhaber in Stärkephasen abgeben, während die Netzwerkaktivität weiter abkühlt.
Optionsmärkte spiegeln eine steigende Nachfrage nach Absicherung gegen Abwärtsrisiken wider und deuten eher auf Risikomanagement als auf erzwungene Enthebelung hin.
Wichtig ist, dass die Analyse nicht die für systemische Zusammenbrüche typischen Stresssignale identifiziert, wie kaskadenartige Liquidationen oder hebelgetriebene Ausverkäufe.
Liquidität, nicht Narrative, bestimmt nun die Richtung
Analysten erklären, dass das dominierende Thema eine Neubewertung von Risiko ist, die an die breiteren Finanzbedingungen gekoppelt ist.
Steigende Term-Prämien, Druck an den Anleihemärkten und anhaltende geopolitische Unsicherheit haben die Liquidität verknappt und die Risikobereitschaft über Anlageklassen hinweg eingeschränkt.
In diesem Umfeld verhält sich Bitcoin weniger wie ein narrativgetriebenes Spekulationsobjekt und mehr wie ein instrument, das sensitiv auf Liquidität reagiert.
Kursanstiege hängen zunehmend von realen Kapitalzuflüssen und einer Lockerung der Finanzbedingungen ab – nicht von Hebel, Sentiment oder kurzfristigen Katalysatoren.
Die Analysten fügten hinzu, dass Bitcoin in eine langsamere, diszipliniertere Phase des Zyklus eingetreten ist, in der Zeit und Liquidität die Arbeit erledigen.
Bis sich die Finanzbedingungen nennenswert verbessern, scheint der Markt eher auf Konsolidierung als auf Trend ausgerichtet zu sein, wobei die Richtung durch die Verfügbarkeit von Kapital statt durch bloßen Momentum getrieben wird.
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