Bitcoin (BTC) hat sich nach einem scharfen Ausverkauf auf rund 67.000 $ nahe 70.000 $ stabilisiert, doch On-Chain- und Derivatedaten, die Glassnode in seinem Bericht für Woche 12, 2026 zusammengetragen hat, deuten darauf hin, dass die Erholung eher von selektivem Dip-Buying als von einer breit angelegten Rückkehr der Nachfrage im großen Stil getragen wird.
Die Spot-Volumina bleiben gedämpft, die Funding-Rates für Perpetuals sind weiterhin negativ, und ein dichter Cluster von Short-Term-Holder-Angebot darüber schafft eine strukturelle Decke für jede nachhaltige Aufwärtsbewegung.
Die Zuflüsse in US-Spot-ETFs sind wieder leicht positiv – die klarste Verbesserung auf kurze Sicht –, doch ihr Umfang bleibt gering im Vergleich zu früheren Akkumulationsphasen.
Bitcoin hat seit Anfang März höhere Tiefs innerhalb einer Spanne von 60.000–70.000 $ ausgebildet. In diesem Korridor bildet sich ein neuer Akkumulations-Cluster, doch Glassnode merkt an, dass dessen Größe bislang bescheiden bleibt, sodass die sich entwickelnde Unterstützung bei etwa 70.200 $ – der Kostenbasis der Kohorte mit einer Haltedauer von einer Woche bis zu einem Monat – verwundbar ist.
Die Kohorte mit einer Haltedauer von einem bis drei Monaten weist eine Kostenbasis von rund 82.200 $ auf, die Glassnode als den entscheidenden Widerstandsbereich nach oben identifiziert, der die mittelfristige Handelsspanne definiert.
Das Overhead-Problem: Angebots-Cluster bei 93.000–97.000 $
Die drängendere strukturelle Begrenzung liegt noch weiter oben. Eine hohe Konzentration von Short-Term-Holder-Angebot, das sich zwischen etwa 93.000 und 97.000 $ angesammelt hat, etabliert eine bedeutende Widerstandszone, die Verkaufsdruck verstärken könnte, sobald der Preis versucht, sich in Richtung dieser Niveaus zu erholen.
Glassnodes Kennzahl „Relative Unrealized Loss“ hat sich über 15 % der gesamten Marktkapitalisierung von Bitcoin stabilisiert – ein Wert, der mit den Bedingungen im 2. Quartal 2022 vergleichbar ist – und spiegelt erhöhte Angst wider, ohne jedoch die akuten Kapitulationsniveaus zu erreichen, die bei Ereignissen wie dem Zusammenbruch von FTX beobachtet wurden.
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Gewinnmitnahmen sind nahezu versiegt
Die „Entity-Adjusted Realized Profit“, ein Maß für tatsächliche Gewinnmitnahmen im gesamten Netzwerk, ist von einem Hoch von rund 3 Milliarden $ pro Tag im Juli 2025 auf derzeit unter 100 Millionen $ pro Tag eingebrochen – ein Rückgang um mehr als 96 %.
Glassnode beschreibt Einbrüche dieser Größenordnung als typisch für ein Bärenmarktstadium in seinen späteren Phasen, in denen der Pool profitabler Verkäufer weitgehend erschöpft ist.
Während der verringerte Verkaufsdruck für sich genommen eine konstruktive Entwicklung darstellt, spiegelt er gleichermaßen das Ausbleiben frischer Kapitalzuflüsse wider, die für eine nachhaltige Erholung notwendig wären.
Derivate-Positionierung bleibt defensiv vor wichtigem Verfall
Die Funding-Rates für Perpetuals bleiben börsenübergreifend negativ und spiegeln einen anhaltenden Short-Bias wider, obwohl sich der Bitcoin-Preis stabilisiert. Die 25-Delta-Skew auf Deribit liegt über die verschiedenen Laufzeiten hinweg zwischen 10 % und 12 % – durchgehend put-lastig über die gesamte Kurve – und deutet eher auf breit angelegten Absicherungsbedarf als auf eine auf das kurze Ende begrenzte Vorsicht hin.
Schätzungsweise 10 Milliarden $ an Short-Gamma-Positionen der Dealer sollen am Freitag, den 27. März, in einem kombinierten wöchentlichen, monatlichen und vierteljährlichen Verfall auslaufen.
Glassnode merkt an, dass der Preis, sobald diese Positionierungen ausgelaufen sind, voraussichtlich weniger durch Hedging-Flows begrenzt sein und stärker auf makroökonomische Rahmenbedingungen reagieren wird.
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