US-amerikanische Spot-Dogecoin-(DOGE)-ETFs haben in dieser Woche einem Bericht zufolge Nettozuflüsse von 2,89 Millionen US-Dollar verzeichnet – trotzdem bauen Short-Seller ihre Wetten auf fallende Kurse der Meme-Währung weiter aus.
Wichtigste Punkte:
- Spot-Dogecoin-ETFs verbuchten zwischen 21. und 25. September angeblich 2,89 Mio. US-Dollar an Zuflüssen, getragen von einem dominanten Emittenten.
- In den Dogecoin-Derivatemärkten übersteigt die Zahl der Short-Konten inzwischen die der Long-Positionen.
- DOGE fiel am Samstag auf rund 0,097 US-Dollar, nachdem der Kurs im Wochenverlauf kurzzeitig über 0,10 US-Dollar gestiegen war.
ETF-Zuflüsse in DOGE
Die Fünf-Tage-Bilanz markiert laut Daten von SoSoValue die bislang stärkste Wochenperformance der Produkte seit ihrem Handelsstart im November 2025, wie der Datendienst berichtete.
Das Volumen lag damit rund zehnmal höher als die 284.510 US-Dollar, die in der Vorwoche zugeflossen waren.
Der Grayscale Dogecoin Trust ETF führte mit Zuflüssen von 3,48 Millionen US-Dollar, während der 21Shares Dogecoin ETF etwa 593.000 US-Dollar an Mitteln verlor. Der Kaufdruck setzte am 21. September ein: An diesem Tag zogen die Fonds laut einem Bericht insgesamt 909.650 US-Dollar an, während DOGE in einer Sitzung um 14 % zulegte. Tags darauf kamen weitere 1,17 Millionen US-Dollar hinzu – der stärkste Tageszufluss seit Mai.
Das wachsende Interesse kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bitwise seine Dogecoin-Strategie zum 14. Oktober einstellt. Das Produkt bot die niedrigste Gebühr der drei ETFs, verzeichnete jedoch Nettoabflüsse von rund 1,23 Millionen US-Dollar. Der Grayscale-Fonds hatte dagegen bis zum 10. September bereits rund 11,7 Millionen US-Dollar eingesammelt.
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Dogecoin: Druck von der Short-Seite
Derivatehändler bleiben dennoch skeptisch. Das von CoinGlass erhobene Long-Short-Verhältnis für Dogecoin liegt dem Vernehmen nach seit dem 19. September unter 1 und fiel zuletzt auf 0,87 – ein Hinweis darauf, dass mehr Konten auf fallende Kurse setzen als auf steigende. Diese einseitige Positionierung birgt Risiken in beide Richtungen: Als DOGE am 21. September stark anzog, traf der Großteil der Zwangsliquidationen die Short-Seller, wie Derivate-Daten zeigen.
Analyst Kevin Capital argumentierte am Dienstag, dass Dogecoin auf Tagesbasis zum ersten Mal in diesem Zyklus seinen Bärenmarkt-Widerstand nach oben durchbrochen habe. Als nächste Zielzone nannte er 0,107 bis 0,118 US-Dollar. Trader Scient gab sich zurückhaltender und rechnet zunächst mit einem Rücklauf in den Bereich von 0,08 bis 0,09 US-Dollar, bevor ein nachhaltiger Aufwärtstrend einsetzen könnte.
Heftige Kursschwankungen bei DOGE
Trader Tardigrade nahm am 21. September im Bereich eines technischen Widerstands Gewinne mit, kündigte aber an, in den kommenden Wochen ausschließlich Kauforders zu platzieren.
Auf dem Vier-Stunden-Chart hat der RSI allerdings seine Signallinie nach unten gekreuzt – ein Hinweis auf zunehmende Abwärtsdynamik. Kurzfristige Unterstützung liegt bei rund 0,092 US-Dollar, während bei 0,098 US-Dollar der erste wichtige Widerstand für Käufer wartet.
Ende Juli notierte DOGE laut Marktdaten bei etwa 0,07 US-Dollar und damit nahe dem Tiefstand seit November 2023; am 15. September lag der Kurs immer noch um 0,083 US-Dollar. Die Rallye vom 21. September trieb den Preis wieder an die Marke von 0,10 US-Dollar – ein Niveau, das seit Mai jede nennenswerte Aufwärtsbewegung begrenzt hat.
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