Wedbush hat die Beobachtung von SpaceX mit einer Outperform-Einstufung und einem Kursziel von 190 US‑Dollar aufgenommen und bezeichnet das Unternehmen eher als Spieler im Bereich künstliche Intelligenz und Infrastruktur denn als reines Raumfahrtgeschäft.
Zentrale Punkte
- Wedbush stuft SpaceX mit Outperform und einem Kursziel von 190 US‑Dollar ein, rund 11 % über dem Schlusskurs vom Dienstag bei 170,86 US‑Dollar.
- Analyst Dan Ives sagt, dass SpaceXs KI-Compute-Einheit das Unternehmen zu einem führenden Hyperscaler machen könnte.
- Das Sum-of-the-Parts-Modell von Wedbush impliziert rund 2,48 Billionen US‑Dollar Unternehmenswert, angeführt von Starlink.
Wedbush stützt SpaceX
Wedbush hat die Beobachtung am Dienstag aufgenommen und ein Kursziel von 190 US‑Dollar gesetzt, was einen Aufwärtsspielraum von etwa 11 % gegenüber dem Schlusskurs von SpaceX bei 170,86 US‑Dollar nahelegt. Das Haus stützte diese Zahl auf ein Sum-of-the-Parts-Modell, das sich stark auf die künftige Nachfrage nach KI-Rechenleistung statt auf aktuelle Start- oder Satellitenerlöse allein stützt und zur Berechnung Schätzungen für 2028 heranzieht.
Dan Ives, Global Head of Tech Research bei Wedbush, legte seine Argumente in der CNBC-Sendung Fast Money dar. Er vertrat die Ansicht, dass SpaceXs KI-Compute-Geschäft langfristig zu den attraktivsten Hyperscaler-Wetten am Markt zählen könnte – selbst während die Aktie an diesem Tag um mehr als 4 % zulegte und die Gewinne nachbörslich ausbaute.
Ives räumte ein, dass die Aktie gemessen am aktuellen Umsatz teuer wirkt. Er sagte, dass eine starke Umsetzung in den kommenden zwei bis drei Jahren sie dennoch zu einem der stärksten KI-Werte am Markt machen könnte. Er verwies auf Lieferkettenprüfungen in Taiwan und Korea, die zeigen, dass die Chipnachfrage das Angebot in etwa im Verhältnis zwölf zu eins übersteigt.
Dieser Optimismus, fügte er hinzu, sollte sich mit der Zeit auch auf Softwarewerte ausdehnen, die mit dem breiteren KI-Ausbau verknüpft sind, wobei Speicherchips als grundlegend für diesen Trend beschrieben werden.
Auch lesen: BitMine trotzt dem Ausverkauf mit einer 43-Millionen-Dollar-Ethereum-Wette, Strategie gerät ins Wanken
Starlink verankert die Bewertung
Die Debatte über das Preisschild von SpaceX reicht weiter als nur bis zu einer Analystennotiz. Roger Altman von Evercore hat gewarnt, dass traditionelle Bewertungsmodelle mit SpaceX und dem vor dem Börsengang stehenden Anthropic aufgrund ihrer Größe, KI-Exponierung und unsicheren langfristigen Cashflows schwer zurechtkommen. Elon Musk reagierte in dieser Woche öffentlich und sagte, kurzfristige wirtschaftliche Rückschläge seien unvermeidlich, aber KI und Robotik würden für ein kräftiges langfristiges Wachstum des Unternehmens sorgen.
Starlink bleibt dabei der eigentliche Motor. Das Sum-of-the-Parts-Modell von Wedbush kommt auf rund 2,48 Billionen US‑Dollar impliziten Unternehmenswert, wobei die Abonnentenbasis von Starlink und die wachsenden Margen den größten Teil davon tragen. Startaktivitäten und die neuere KI-Einheit steuern deutlich kleinere Anteile zum Gesamtwert bei.
Die Satellitenbreitband-Sparte zählt etwa 12 Millionen Abonnenten und erwirtschaftet rund 66 US‑Dollar durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer, was in etwa 19,3 Milliarden US‑Dollar Umsatz der letzten zwölf Monate bei einer Bruttomarge von rund 49 % ergibt. Dieses Geschäft allein könnte bereits einen großen Teil der SpaceX-Bewertung tragen – selbst ohne den KI-Mehrwert, auf den Wedbush setzt.
Die Anteile haben stark geschwankt, seit das Unternehmen am 12. Juni an die Börse gegangen ist. Sie testeten wichtige Unterstützungsniveaus, bevor eine jüngste Anleiheemission bei einigen Investoren neue Sorgen über eine Bewertungsblase auslöste.
SpaceX hat in diesem Jahr zudem neue unbesicherte Anleihen bepreist und erhielt von Fitch und S&P ein Rating im BBB-Bereich, während das Unternehmen daran arbeitet, einen früheren Überbrückungskredit zurückzuzahlen.
Als Nächstes lesen: CZ sagt, Binance stand Tage vor der MiCA-Genehmigung, bevor die Politik eingriff





