SpaceX vor erstem Ergebnischeck: KI-Investitionen von 10,2 Mrd. Dollar im Fokus

Elon Musk's AI outlay and Starlink's profit engine come under review as SpaceX opens its books to Wall Street. (Image: Shutterstock)
Elon Musk's AI outlay and Starlink's profit engine come under review as SpaceX opens its books to Wall Street. (Image: Shutterstock)

SpaceX legt am Dienstag erstmals Zahlen als börsennotiertes Unternehmen vor. Analysten rechnen mit KI-Investitionen von 10,2 Milliarden Dollar im Quartal – bei einem operativen Gewinn von Starlink von 1,42 Milliarden Dollar.

Wichtige Punkte:

  • SpaceX veröffentlicht die Zahlen zum zweiten Quartal nach US-Börsenschluss am Dienstag – die erste Ergebnisoffenlegung seit dem Börsendebüt im Juni.
  • Analysten erwarten konzernweite Investitionen (Capex) von 14,05 Milliarden Dollar, davon entfallen rund 10,2 Milliarden auf das KI-Geschäft.
  • Mit Ablauf einer Haltefrist am 6. August könnten bis zu 911,5 Millionen Aktien handelbar werden – mehr als der derzeitige Free Float.

Ausblick auf die SpaceX-Zahlen: KI-Capex vs. Starlink-Gewinne

Das Unternehmen präsentiert seine Zahlen zum zweiten Quartal nach dem Glockenschlag an der Wall Street – der erste Härtetest seit dem Börsengang im Juni mit einer Bewertung von 85,7 Milliarden Dollar. Von LSEG erfasste Analysten erwarten einen Umsatz von rund 6,93 Milliarden Dollar und einen operativen Verlust (vor Zinsen und Steuern) von 1,55 Milliarden Dollar.

Die Erlöse der KI-Sparte werden für das Quartal laut Prognosen auf 2,33 Milliarden Dollar geschätzt – fast das Dreifache des Vorjahreswerts.

Der Druck zeigt sich vor allem bei den Investitionen. Die KI-Einheit verschlang im ersten Quartal (Januar bis März) 7,72 Milliarden Dollar – rund drei Viertel der gesamten Konzerninvestitionen. Für die Monate April bis Juni rechnen Analysten nun mit einem Gesamt-Capex von 14,05 Milliarden Dollar im Konzern, wie unter anderem erwartet wird.

Starlink, das Ende März mit 10,3 Millionen Kunden praktisch doppelt so viele Abonnenten wie ein Jahr zuvor zählte, soll 3,82 Milliarden Dollar Umsatz und 1,42 Milliarden Dollar operativen Gewinn beitragen – obwohl der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer weiter sinkt.

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Analysten zweifeln, ob Starlink SpaceX’ KI-Ausbau finanzieren kann

Will Rhind, Vorstandschef von GraniteShares, sagt, Starlink entwickle sich operativ stark, könne aber unmöglich allein ein jährliches KI-Investitionsprogramm von rund 30 Milliarden Dollar schultern. GraniteShares bietet börsengehandelte Produkte an, die an die Kursentwicklung der SpaceX-Aktie gekoppelt sind – und ist damit direkt von den Ergebnissen am Dienstag betroffen.

Michael Monaghan, Portfoliomanager des Founders 100 ETF, sieht die entscheidende Frage darin, ob SpaceX seine KI-Infrastruktur schnell genug über externe Rechenleistungs-Deals monetarisieren kann. Einige Verträge existieren bereits, allerdings noch nicht in der Größenordnung, die das aktuelle Ausgabentempo rechtfertigen würde.

SpaceX hat Rechenkapazitäts-Verträge mit Anthropic und Alphabet abgeschlossen, darunter eine Google-Cloud-Vereinbarung, die laut Berichten rund 920 Millionen Dollar pro Monat für Kapazitäten einbringt.

SpaceX-Aktie im Fokus: Starship-Risiken und Ablauf der Lockup-Frist

Investoren werden zudem Details zum Starship-Programm einfordern. Die Schwerlastrakete brachte vergangenen Monat bei ihrem 13. Testflug erstmals aufgerüstete Starlink-V3-Satelliten in den Orbit. Die Booster-Stufe verfehlte jedoch eine kontrollierte Wasserung. Für die Trägerraketensparte rechnen Analysten im Quartal mit 871,4 Millionen Dollar Umsatz und einem operativen Verlust von 773 Millionen Dollar.

Die Beschränkungen für Insiderverkäufe beginnen am 6. August zu fallen: Dann werden bis zu 911,5 Millionen Aktien handelbar – mehr als derzeit im Streubesitz sind.

Weitere 455,8 Millionen Papiere könnten folgen, sofern bestimmte Kursziele erreicht werden. Der Anteil von Elon Musk sowie Beteiligungen eines kleinen Insiderkreises bleiben allerdings bis Mitte 2027 gesperrt. Beim Börsengang im Juni wurde die Aktie zu 135 Dollar je Anteilsschein bepreist und stieg am 16. Juni in der Spitze auf 225,64 Dollar – ein Intraday-Rekord, dem der Kurs seither nicht mehr nahekam.

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Steven Zeiler

Steven Zeiler ist Chief Evangelist bei Yellow und arbeitet mit Entwicklern daran, eine Echtzeit-Handelsinfrastruktur ohne Verwahrung mithilfe des Yellow SDK aufzubauen. Als Programmierer, Technologe und Unternehmer arbeitete er zuvor für Ripple, wo er an der Architektur von Peer-to-Peer-Prototypen für Interbankenzahlungen mitwirkte und durch Konsens-Tracking-Software zur Dezentralisierung des XRP Ledgers beitrug.

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