Bitcoin (BTC) gab am frühen Dienstag um 1,2 % auf rund 85.600 US‑Dollar nach, nachdem Verkäufer die Kryptowährung erneut an der Marke von 87.000 Dollar ausgebremst hatten – der dritte Fehlausbruch auf diesem Niveau seit dem 23. September.
Wichtigste Punkte:
- Bitcoin fiel auf rund 85.600 Dollar, nachdem der Kurs zum dritten Mal seit dem 23. September an 87.000 Dollar abgeprallt ist.
- Ein Analyst von FxPro sieht den Kurs nahe dem Scheitelpunkt eines Dreiecksmusters – mit Potenzial für deutlich heftigere Ausschläge.
- Der Nasdaq 100 schloss auf Rekordhoch, während die Rendite 10‑jähriger US‑Staatsanleihen auf 5,32 % anzog.
Bitcoin prallt an 87.000 Dollar ab
Verkäufer deckelten den jüngsten Anstieg bereits am Montag. Am Dienstagmorgen in Asien notierte die größte Kryptowährung nahe 85.600 Dollar. Die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptomarktes sank auf etwa 2,93 Billionen Dollar. Ether (ETH), XRP (XRP) und Solana (SOL) verloren jeweils zwischen 1 % und 2 %, während Cardano (ADA) um 11 % zulegte.
Eine Rallye am Sonntag hatte Bitcoin laut einem Kursfeed bis auf 86.969 Dollar getragen. Anschließend rutschte der Kurs wieder unter 85.500 Dollar, und zwei weitere Anläufe auf die 87.000‑Dollar‑Marke scheiterten. Die jüngste Bewegung endete mit einem Rückgang von 86.615 auf 85.503 Dollar in weniger als 20 Minuten.
Die Schwankungen löschten binnen 24 Stunden bis Montagnachmittag laut Daten von CoinGlass gehebelte Bitcoin‑Positionen im Umfang von mehr als 109 Millionen Dollar aus. Leerverkäufer traf es dabei am stärksten: Sie verloren 62 Millionen Dollar, während Trader mit Long‑Positionen rund 47 Millionen Dollar einbüßten.
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Kuptsikevich warnt vor Dreiecksausbruch
Alex Kuptsikevich, Analyst bei FxPro, verweist darauf, dass Bitcoin seit Beginn der vergangenen Woche „eine Folge höherer lokaler Tiefs“ ausgebildet habe, auch wenn es den Käufern bislang nicht gelinge, daraus nachhaltigen Aufwärtsdruck zu generieren. Der Kurs nähere sich dem Scheitelpunkt eines symmetrischen Dreiecks, das sich aus einer horizontalen Widerstandslinie und einer ansteigenden Unterstützung gebildet habe. Ein Ausbruch aus dieser Formation könne spürbar höhere Volatilität auslösen.
Auch auf der Nachfrageseite zeigt sich Ermüdung. Glassnode berichtete am Montag, der Aufwärtsimpuls habe sich abgeschwächt, während Gewinnmitnahmen hoch blieben. Anzeichen für eine unmittelbar bevorstehende Trendwende nach unten sieht das Analysehaus allerdings nicht. Die Trading‑Firma QCP Capital schrieb, hohe Ölpreise und steigende Renditen langlaufender Anleihen bremsten Risikoanlagen insgesamt aus.
Die Aktienmärkte präsentierten sich robuster: Der Nasdaq 100 schloss am Montag auf einem neuen Rekordstand. Die Rendite 10‑jähriger US‑Staatsanleihen kletterte auf 5,32 % und erreichte damit Niveaus wie zuletzt 2002. Am Mittwoch werden die Protokolle der Fed‑Sitzung vom September erwartet.
Zähe Hürde bei 87.000 Dollar
Bitcoin kehrte im September erstmals seit acht Monaten an die Marke von 87.000 Dollar zurück. Seither verzeichnete die Kryptowährung ihren höchsten Wochenschlusskurs seit Ende Januar, notiert aber weiterhin unter dem Niveau, auf dem sie in das Jahr 2026 gestartet ist. Jeder Anlauf an 87.000 Dollar hat bislang eine Verkaufswelle ausgelöst. Damit Bitcoin wieder in Richtung seiner höchsten Kurse der vergangenen acht Monate vorstoßen kann, müssten Käufer das zusätzliche Angebot aufnehmen und den Kurs nachhaltig über dieser Marke etablieren.
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