Xiaomi und Huawei bringen Premium-Faltgeräte vor Apples Vorstellung des iPhone Ultra am 9. September

New foldable phones from Huawei and Xiaomi arrive just before Apple’s Sept. 9 product event. (Image: Shutterstock)
New foldable phones from Huawei and Xiaomi arrive just before Apple’s Sept. 9 product event. (Image: Shutterstock)

Huawei und Xiaomi haben in China neue Falt-Smartphones vorgestellt – zu Einstiegspreisen von 2.980 und 1.540 US‑Dollar – und erhöhen damit den Druck auf Apple vor dem Event am 9. September, bei dem ein erstes Foldable erwartet wird.

Wichtigste Punkte:

  • Huaweis Mate XT2 startet bei 19.999 Yuan, rund 2.980 US‑Dollar, und lässt sich doppelt auffalten zu einem Tablet-großen Display.
  • Xiaomis 18 Fold beginnt bei 10.999 Yuan, etwa 1.540 US‑Dollar, und öffnet weit genug, um drei Apps nebeneinander darzustellen.
  • Beide Konzerne verweisen auf deutlich gestiegene Speicherpreise als zentralen Kostentreiber.

Huawei Mate XT2

Reuters berichtete am 7. September, dass Huawei den Mate XT2 mit dem hauseigenen Kirin‑9050‑Pro‑Chip präsentiert hat – inklusive neu konstruiertem Scharnier, verbesserter Wasserresistenz und einem Privacy-Display, das den Blickwinkel seitlich einschränkt.

Die Serie startet bei 19.999 Yuan und reicht bis 24.999 Yuan, umgerechnet etwa 3.725 US‑Dollar. Der Verkaufsstart ist für den 12. September geplant. Huawei schiebt sich damit weiter in das absolute Premium-Segment vor.

Huawei erklärte, der Kirin 9050 Pro nutze eine „LogicFolding“-Architektur, die auf dem im Mai vorgestellten „Tau Scaling Law“-Prinzip basiert – ein weiterer Versuch des Konzerns, die US‑Sanktionen gegen fortgeschrittene Halbleitertechnologien zu umgehen.

„Die Preisgestaltung ist derzeit eine echte Herausforderung, weil die Kosten für Speicher massiv gestiegen sind“, sagte Huawei-Geschäftsführer Richard Yu. Zusätzlich verwies er auf hohen Kostendruck durch neue Technologien.

Bei einer separaten Präsentation enthüllte Xiaomi das 18 Fold, das der Konzern als „Medium-Fold-Lösung“ beschreibt: geschlossen in etwa Reisepass-Format, geöffnet mit ausreichend Fläche für drei Apps nebeneinander.

CEO Lei Jun gab an, das Gerät wiege 219 Gramm, sei im aufgeklappten Zustand 5,02 Millimeter dünn und nutze Xiaomis XRing-O3-AI-Prozessor mit DRAM des chinesischen Speicherherstellers CXMT. Die Preise reichen von 10.999 Yuan bis 14.999 Yuan, rund 2.100 US‑Dollar.

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Xiaomi fordert Apple heraus

Der Terminplan rückt beide Markteinführungen unmittelbar vor Apples Event am 9. September, bei dem viele Beobachter erwarten, dass der Konzern ein eigenes Foldable (vermutlich unter dem Namen Ultra) neben der neuen iPhone-Generation vorstellt. Xiaomi behauptet, sein XRing-O3-Prozessor sei reaktionsschneller als Apples A19 Pro, während Lei angesichts steigender Speicherkosten die Preisgestaltung verteidigte: „Wir nennen es nicht billig, aber es bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“, sagte er.

Marktdaten für das zweite Quartal zeigen, wie sehr sich der Wettbewerb im Premium-Segment inzwischen auf China konzentriert, wo heimische Marken Apple sowohl bei klassischen als auch bei faltbaren Smartphones attackieren.

Huawei kam auf einen Marktanteil von 22,6 Prozent im chinesischen Smartphone-Markt und lag damit vor Apple mit 18,1 Prozent, während Xiaomi 12,4 Prozent erreichte, so Zahlen von IDC. Bei Faltgeräten ist Huaweis Position noch stärker: 68 Prozent der Auslieferungen in China entfielen auf den Konzern, meldet Smart Analytics Global.

Samsung Electronics bleibt weltweit größter Anbieter von Foldables, doch sein im Dezember vorgestelltes Tri-Fold-Gerät wurde Medienberichten zufolge nach drei Monaten wieder eingestellt, bevor der Konzern sein Falt-Portfolio im Juli erneut ausbaute. Huawei ist damit derzeit der einzige große Hersteller, der ein Tri-Fold-Gerät regulär anbietet – US‑Sanktionen verhindern jedoch den Marktzugang in die Vereinigten Staaten. Apple würde in ein Segment einsteigen, das asiatische Rivalen bereits seit Jahren vorantreiben.

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Alexey Bondarev

Alexey Bondarev ist Head of Content bei Yellow.com und berichtet seit 10 Jahren über Krypto. Er ist auf tiefgehende Research- und Learn-Artikel spezialisiert, mit Schwerpunkt auf analytischer Berichterstattung, Branchenkontext und den größeren Kräften, die den Kryptomarkt prägen – von der KI-Ära und Sicherheitstechnologien bis hin zu Innovationen im Fintech-Bereich. Er ist überzeugt, dass alles Digitale in naher Zukunft alles Analoge überholen wird, und arbeitet intensiv daran, dies Wirklichkeit werden zu lassen.

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