XRP (XRP)-Derivatdaten auf Binance zeigen ein starkes Ungleichgewicht zwischen Long- und Short-Liquidationen: Bullen tragen in den letzten 30 Tagen etwa doppelt so hohe Verluste wie Bären, obwohl geopolitischer Optimismus die Stimmung an den breiteren Märkten stützt.
XRP-Liquidationsungleichgewicht
Ein Bericht von CryptoQuant zur Hebelstruktur von XRP auf Binance stellte fest, dass Long-Positionsliquidationen in den vergangenen 30 Tagen ungefähr 39,8 Millionen US‑Dollar erreichten. Short-Liquidationen summierten sich im gleichen Zeitraum auf 19,7 Millionen US‑Dollar.
Der Markt bestraft Käufer mit der doppelten Rate wie Verkäufer.
Die kumulierte 30‑Tage‑Funding-Rate verzeichnete einen leicht negativen Wert von rund -0,000007. Obwohl moderat, lag der Wert beständig unter null. An den Derivatemärkten zeigt eine dauerhaft negative Funding-Rate, dass Trader dafür zahlen, Short- statt Long-Positionen zu halten – ein klarer Einsatz gegen eine Erholung.
Berichte über mögliche US‑Iran‑Verhandlungen haben die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten insgesamt erhöht. Doch die Hebeldaten zeichnen unter der Oberfläche ein anderes Bild.
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Binance-Hebel-Reset
Das Gesamtbild – Long-Liquidationen doppelt so hoch wie Shorts, negative Funding-Raten und rückläufige Hebelnutzung – beschreibt einen Derivatemarkt, der bullische Exponierung stetig abbaut. Sowohl Long- als auch Short-Liquidationsvolumen sind gegenüber früheren Phasen gesunken, was bestätigt, dass Überdehnung allmählich bereinigt wird.
Dieser Prozess könnte paradoxerweise das konstruktivste Signal in den Daten sein. Leichtere Positionierung reduziert das mechanische Risiko von Kettenreaktionen bei Liquidationen in beide Richtungen.
XRP-Technische Struktur
Auf dem Preischart handelt XRP nach einem langen Abwärtstrend seit dem Hoch Ende 2025 in einer engen Spanne nahe 1,38 US‑Dollar. Der Token notiert unter seinem 50‑Tage- und 100‑Tage‑Durchschnitt, die beide abwärts gerichtet sind. Ein Kapitulationsereignis im Februar drückte den Preis kurzzeitig unter 1,20 US‑Dollar, bevor eine teilweise Erholung einsetzte; seither ist das Volumen stetig zurückgegangen.
Eine Rückeroberung der Zone von 1,50–1,60 US‑Dollar wäre nötig, um die aktuelle Abwärtstrendstruktur herauszufordern.
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