XRP (XRP) verzeichnete in der vergangenen Woche einen dramatischen Rückgang der Walaktivität: Die Zahl großer Transaktionen fiel von 70 auf nur noch zwei, während US-Spot-ETF-Abflüsse und geopolitische Spannungen die Nachfrage dämpften.
Wichtige Punkte:
- Transaktionen im XRP Ledger mit einem Volumen von mehr als 1 Mio. US‑Dollar sind innerhalb einer Woche von 70 auf zwei gefallen.
- US-Spot-XRP-ETFs verbuchten wöchentliche Nettoabflüsse von rund 7,18 Mio. US‑Dollar.
- XRP fiel kurzzeitig auf 1,06 US‑Dollar, während das offene Interesse an Derivaten leicht zulegte.
XRP-Walaktivität
Großvolumige Transaktionen auf dem XRP Ledger sind in der vergangenen Woche deutlich zurückgegangen, wie aus Daten hervorgeht, die der Krypto-Analyst Ali Martinez geteilt hat.
Laut Zahlen des Analysehauses Santiment sank die Anzahl der Transfers über 1 Mio. US‑Dollar von 70 auf zwei – ein deutlicher Rückgang der Aktivität großer Adressen. Martinez sieht darin einen möglichen Hinweis auf eine Konsolidierungsphase, zugleich könnte die schwächere Walnachfrage aber auch die Erholungskraft des Tokens begrenzen.
Der Einbruch fällt zeitlich mit wöchentlichen Nettoabflüssen von rund 7,18 Mio. US‑Dollar aus US-Spot-XRP-ETFs zusammen. Damit endete eine zuvor anhaltende Phase von Zuflüssen und signalisiert nachlassendes institutionelles Interesse, während die erneute Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Iran die Risikoaversion an den Märkten erhöht hat.
Iran griff US-Militärstützpunkte in mehreren Ländern des Nahen Ostens an, darunter Bahrain, Kuwait und Jordanien. Die Zuspitzung der Lage setzte Risikoanlagen zusätzlich unter Druck und verschlechterte den kurzfristigen Ausblick für den Kryptomarkt.
Marktteilnehmer blicken zudem auf das Upgrade XRP Ledger 3.2.0, das erweiterte Tokenisierungs- und DeFi-Funktionen bringen soll. Bislang kann der Fortschritt in der Entwicklung jedoch den unmittelbaren Rückgang bei Großtransaktionen und Mittelzuflüssen nicht kompensieren.
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XRP-Kursperspektive
XRP fiel von 1,10 US‑Dollar auf ein 24-Stunden-Tief bei rund 1,06 US‑Dollar, bevor sich der Kurs wieder auf etwa 1,07 US‑Dollar erholte. Das Handelsvolumen stieg im gleichen Zeitraum um 18 % und deutet auf zunehmende Aktivität hin, während der Markt tiefere Niveaus testete.
Martinez hatte zuvor den Bereich um 0,90 US‑Dollar als mögliche Unterstützungszone identifiziert. Zudem verwies er auf On-Chain-Kostenniveaus bei rund 0,80, 0,62 und 0,51 US‑Dollar, die Händler im Blick behalten könnten, falls sich der Verkaufsdruck verstärkt.
Die Derivatemärkte senden dagegen ein gemischtes Signal. Das offene Interesse an XRP-Futures stieg innerhalb von vier Stunden um rund 0,75 % auf 2,29 Mrd. US‑Dollar – inklusive Zuwächsen an CME und Binance. Dies deutet darauf hin, dass einige Marktteilnehmer trotz schwächerer Kassamarktnachfrage neue gehebelte Positionen aufbauen.
Die Walströme hatten sich bereits vor dem jüngsten Rückgang eingetrübt. Der 30-Tage-Durchschnitt der XRP-Walflüsse drehte kürzlich erstmals seit fast vier Monaten ins Negative, während es dem Token schwerfällt, sich nachhaltig über dem Niveau von 1,10 US‑Dollar zu behaupten.
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