Die kumulierten Nettozuflüsse in US‑Spot‑XRP‑(XRP)-ETFs haben bis zum 31. August 1,67 Milliarden US‑Dollar erreicht – obwohl der Token wieder in Richtung 1,38 Dollar zurückfiel.
Wichtigste Punkte:
- Wöchentliche Nettozuflüsse in Spot‑XRP‑ETFs stiegen in der Woche bis 28. August auf 110,49 Mio. Dollar – der höchste Wochenwert 2026.
- Goldman Sachs meldete XRP‑ETF‑Engagement von rund 87,4 Mio. Dollar, die bislang größte institutionelle Position.
- Die Fonds halten über 1 % des gesamten XRP‑Bestands, doch die monatlichen Escrow‑Freigaben kompensieren diesen Effekt weitgehend.
XRP‑ETF‑Zuflüsse markieren August‑Rekord
Laut Daten von SoSoValue sprangen die wöchentlichen Nettozuflüsse in der Woche bis 28. August von 39,78 Mio. auf 110,49 Mio. Dollar. Das Handelsvolumen legte im selben Zeitraum von 253,05 Mio. auf 363,03 Mio. Dollar zu.
Das verwaltete Nettovermögen der sieben gelisteten Produkte kletterte von 1,33 Mrd. auf 1,44 Mrd. Dollar.
Auf Monatssicht zogen die ETFs mehr als 150 Mio. Dollar an und übertrafen damit das bisherige Jahreshoch 2026 von 131,94 Mio. Dollar aus dem Mai. Fast der gesamte Mittelzufluss entfiel auf die letzten beiden August‑Wochen.
Der Bitwise‑XRP‑ETF überschritt neun Monate nach dem Start die Schwelle von 500 Mio. Dollar an verwaltetem Vermögen, wie der Anbieter am 31. August mitteilte. Der Fonds hält inzwischen rund 364,8 Mio. XRP‑Token. Franklin Templetons XRPZ hat sich dank jüngster Dynamik zum engsten Verfolger entwickelt und zog allein in der letzten August‑Woche etwa 28,7 Mio. Dollar an. Canary Capital, das im November 2025 mit einem Volumen von knapp 60 Mio. Dollar die US‑Spot‑XRP‑Kategorie eröffnete, bleibt eines der größeren Produkte im Segment.
Goldman Sachs führt die XRP‑ETF‑Halter
13F‑Meldungen zum zweiten Quartal, ausgewertet von James Seyffart bei Bloomberg Intelligence, sehen Goldman Sachs mit etwa 87,4 Mio. Dollar an der Spitze der institutionellen Investoren – ein Plus von rund 83,1 Mio. Dollar gegenüber dem Vorquartal. Jane Street folgt mit 16,6 Mio. Dollar vor Millennium Management mit 16,2 Mio. Dollar, Intesa Sanpaolo mit 14,4 Mio. Dollar und Marex UK Holdings mit 8,1 Mio. Dollar.
Seyffart beschrieb das Zuflussmuster als bemerkenswert robust, da die Mittel im Grunde nur in eine Richtung fließen. Ein Datenanbieter schätzt die kombinierten ETF‑Bestände auf rund 1,11 Mrd. XRP – etwas mehr als 1 % des Gesamtangebots von 100 Mrd. Token. Privatanleger stehen weiterhin für etwa 84 % der Zuflüsse. Im US‑Senat ist für den 15. September eine Cloture‑Abstimmung über den CLARITY‑Act angesetzt.
XRP‑Kurs hinkt den Zuflüssen hinterher
Ripple gibt zu Monatsbeginn jeweils 1 Mrd. XRP aus einem Treuhandkonto frei und legt den Großteil davon wieder zurück, sodass netto etwa 300 Mio. Token im Umlauf verbleiben.
Diese zusätzliche Angebotsmenge neutralisiert einen großen Teil dessen, was die ETFs aufkaufen – ein Grund, warum die enger werdenden ETF‑Bestände den Kurs bislang nicht deutlicher nach oben treiben.
XRP legte im August rund 28 % zu und verbuchte damit den stärksten Monat 2026, nachdem der Kurs von knapp 1 Dollar Mitte des Monats bis zum 22. August auf 1,70 Dollar geklettert war.
Den Großteil dieser Gewinne gab der Token wieder ab und notierte am Montag bei etwa 1,38 Dollar. Damit liegt XRP immer noch rund 62 % unter seinem Rekordhoch von 3,65 Dollar.
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