Die monatliche Zahl der Kryptodeveloper ist auf ein Niveau gefallen, das zuletzt 2017 gesehen wurde, so ARK Invest’s Director of Digital Asset Research Lorenzo Valente. Das wirft Fragen auf, wie die Branche Wachstum und Ökosystemstärke eigentlich misst.
In einem Beitrag auf X sagte Valente, dass der Rückgang kein Zeichen von Schwäche sein müsse, sondern eher eine von künstlicher Intelligenz getriebene Verschiebung widerspiegele, die verändert, wie viel Output ein einzelner Developer erzeugen kann.
Zahl der Developer fällt auf Mehrjahrestiefs
Valente stellte fest, dass die neue monatliche Teilnahme von Developern im Kryptobereich stark zurückgegangen ist und inzwischen ein Niveau erreicht hat, das seit fast einem Jahrzehnt nicht mehr gesehen wurde. Diese Kennzahl wurde lange als Stellvertreter für die Gesundheit eines Ökosystems genutzt, insbesondere für Layer‑1‑ und Layer‑2‑Netzwerke, die um Builder und Anwendungen konkurrieren.
Berichte wie der Developer‑Tracker von Electric Capital haben diese Sichtweise untermauert und Developeraktivität konsequent als einen der zuverlässigsten Indikatoren für die langfristige Stärke eines Netzwerks positioniert.
KI verändert, was Developeraktivität bedeutet
Valente argumentierte, dass dieses Rahmenwerk zu bröckeln beginne. Historisch war das Schreiben von Code teuer und zeitaufwendig, weshalb die Anzahl der Developer ein nützlicher Indikator für Innovation und Dynamik war.
Mit KI‑Tools, die die Entwicklung nun beschleunigen, können kleinere Teams deutlich mehr Output erzeugen. In einem solchen Umfeld kann eine geringere Zahl von Developern höhere Effizienz widerspiegeln, statt nachlassendes Interesse.
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Diese Verschiebung legt nahe, dass traditionelle Kennzahlen den tatsächlichen Zustand von Kryptoökosystemen möglicherweise nicht mehr vollständig abbilden.
Investoren könnten Fokus auf Risiko und Sicherheit verlagern
Mit steigender Produktivität, so Valente, müssten Investoren womöglich über reine Kopfzahlen hinausblicken und sich stärker auf die Qualität der Systeme konzentrieren.
Er verwies auf Lücken in der aktuellen Landschaft, darunter das Fehlen eines robusten Ratingsystems zur Bewertung der Bonität von Protokollen und On‑Chain‑Strategien. Außerdem hob er den Bedarf nach klareren Standards für operative Sicherheit hervor, etwa Bewertungen von Multisig‑Strukturen, Signierpraktiken, Timelocks und Schlüsselmanagement.
Die Implikation ist, dass Differenzierung mit zunehmender Leichtigkeit des Bauens aus Sicherheit, Resilienz und Risikomanagement entstehen wird.
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