Die italienische Scale-up-Firma holt Turnbow an Bord, um die technische Expansion in den Bereichen Künstliche Intelligenz und High Performance Computing zu führen – mit einem Energy-to-Compute-Ansatz, der auf erneuerbare Energien setzt und bestehende Infrastrukturen weiter nutzt, um eine nachhaltigere Rechenkapazität aufzubauen.
TRENTO, Italien, 15. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- ALPS gibt die Ernennung von Brian Turnbow zum Technischen Direktor für KI bekannt. Das 2018 in Trentino gegründete Unternehmen ist heute auf vier Kontinenten aktiv und überträgt seine Erfahrung in der Konzeption, im Bau und im Betrieb von Rechenzentren, die eng mit Energiesystemen verzahnt sind, auf KI- und HPC-Anwendungen.

Der Zugang zu ausreichend Strom zählt zu den zentralen Engpässen beim Ausbau von KI-Infrastruktur. Nach Daten des Netzbetreibers Terna beliefen sich die Anfragen für Netzanschlüsse von Rechenzentren in Italien zum 31. August 2026 auf insgesamt mehr als 100 GW – nach rund 30 GW Ende 2024. Dieser sprunghafte Anstieg macht die Standortwahl und die Dauer bis zum Netzanschluss zu kritischen Faktoren.
Der Energy-to-Compute-Ansatz von ALPS beruht auf einer klaren strategischen Entscheidung: Rechenzentren werden dort angesiedelt, wo Energie bereits vorhanden ist – auch abseits der großen Hubs –, um die Abhängigkeit von ohnehin stark ausgelasteten Netzgebieten zu verringern. Das Unternehmen setzt darauf, erneuerbare Energiequellen einzubinden und brachgefallene Industriestandorte neu zu nutzen, indem bestehende Netzanschlüsse, Gebäude und weitere Anlagen genutzt werden, wo immer dies technisch möglich ist. Ziel ist der Aufbau einer nachhaltigeren Recheninfrastruktur, die lokale Ressourcen einbindet und durch Weiternutzung vorhandener Assets den Flächenverbrauch begrenzt und den Bedarf an Neubauten reduziert. Diese Expansion ergänzt die laufenden Mining-Aktivitäten von ALPS, die planmäßig fortgeführt werden.
Turnbow soll die technische Strategie von ALPS im Bereich KI/HPC verantworten – von der Bewertung von Architekturen und Standorten bis hin zur Zusammenarbeit mit Technologie- und Industriepartnern. Ein Schwerpunktmarkt wird Italien sein. ALPS will seine internationale Erfahrung nach Italien zurückbringen und mit italienischen Ingenieur- und Industrieunternehmen zusammenarbeiten, deren Know-how zugleich in internationalen Projekten genutzt werden soll.
> „Italien und Europa verfügen über Energieressourcen, industrielle Substanz und technisches Know-how, auf die wir aufbauen können“, sagt Francesco Buffa, CEO und Mitgründer von ALPS. „Mit unserem Energy-to-Compute-Ansatz wollen wir das Energie- und Industriepotenzial der Regionen, in denen wir tätig sind, in einen Wettbewerbsvorteil verwandeln und dazu beitragen, Europas KI-Rückstand zu verringern.“
Turnbow verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in Telekommunikation und digitaler Infrastruktur und hatte technische Führungspositionen bei TWT, Unidata und CDLAN inne. Er ist Mitglied des Vorstands von ITNOG.
> „KI-Infrastruktur beginnt lange bevor die ersten GPUs installiert werden“, sagt Brian Turnbow. „Jedes Projekt muss bei den Workloads und den Anforderungen der Kunden ansetzen – nicht nur bei der verfügbaren Anschlussleistung. Mein Ziel ist es, diese Anforderungen in schlüssige Designentscheidungen zu übersetzen, flexible, skalierbare und nachhaltige Rechenkapazitäten aufzubauen und dabei erneuerbare Energien und bestehende Assets gezielt zu nutzen.“
Über ALPS
ALPS plant, baut und betreibt Rechenzentren für energie- und rechenintensive Anwendungen und bündelt Energieexpertise mit Data-Center-Engineering und -Betrieb. Das internationale Wachstum des Unternehmens wurde durch Azimut unterstützt – mit einer Transaktion über 40 Mio. Euro im Jahr 2023 und einem Club Deal über 105 Mio. Euro im Jahr 2024.
Weitere Informationen: www.alps.it
SOURCE ALPS
