Aave baut DeFi-Führungsrolle aus: 17 Mrd. US‑Dollar an Liquidität weiter ungenutzt

DeFi lending leader Aave holds up to 48% of top-ten active loans as V4 targets underused liquidity. (Image: Shutterstock)
DeFi lending leader Aave holds up to 48% of top-ten active loans as V4 targets underused liquidity. (Image: Shutterstock)

Aave (AAVE) kontrolliert aktuell rund 42 % bis 48 % der zehn größten aktiven DeFi-Kreditpools, während V4 auf Milliarden ungenutzter Liquidität zielt.

Wichtigste Punkte:

  • Aaves aktive Kredite stiegen im August von rund 11,1 Mrd. auf 12,5 Mrd. US‑Dollar und kletterten anschließend weiter auf etwa 12,7 Mrd. US‑Dollar.
  • Dem Protokoll stehen rund 30 Mrd. US‑Dollar an Einlagen 12,7 Mrd. US‑Dollar an ausgeliehenem Volumen gegenüber – es bleibt also signifikante Liquidität für neue Nachfrage.
  • V4 soll fragmentierte Liquidität über gemeinsame Hubs verbinden, während Horizon das Kreditgeschäft auf tokenisierte Staatsanleihen und Kreditfonds ausweitet.

Aave setzt Maßstäbe im DeFi-Kreditgeschäft

Aave hat in den vergangenen 30 Tagen mehr als 1,5 Mrd. US‑Dollar an aktiven Krediten hinzugewonnen – ein Signal, dass Kreditnehmer in größerem Stil zurückkehren, statt ihr Engagement lediglich zwischen kleineren Plattformen zu verschieben. Besonders stark zog die Nachfrage nach dem 20. August an.

Das Kreditbuch erreichte etwa 12,7 Mrd. US‑Dollar und kommt damit nahezu an die kombinierten 13 bis 14 Mrd. US‑Dollar heran, die neun konkurrierende Protokolle zusammen aufweisen – ein klarer Beleg für Aaves Vorsprung gegenüber dem Rest des Marktes.

Daten von DeFiLlama verorten das Morpho-Protokoll bei 4,81 Mrd. US‑Dollar an aktiven Krediten, während Aave auf rund 42 % bis 48 % der zehn größten Kreditpools kommt. Die meisten Rivalen bleiben deutlich unter der Marke von 2 Mrd. US‑Dollar.

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V4: Plan für effizientere Liquidität

Aave verfügt zudem über erheblichen Spielraum, ohne dass jede neue Kreditvergabe durch frische Einlagen hinterlegt werden muss: Rund 30 Mrd. US‑Dollar an bereitgestellter Liquidität stehen 12,7 Mrd. US‑Dollar an ausstehenden Krediten gegenüber – etwa 17 Mrd. US‑Dollar bleiben damit ungenutzt. V4 soll die bislang in V3 verteilte Liquidität bündeln, indem sie über gemeinsame Hubs verbunden wird. So können brachliegende Mittel Kreditnachfrage in anderen Pools unterstützen.

Die Liquidität ist also vorhanden. Wenn die neue Struktur wie geplant funktioniert, kann Aave die Auslastung erhöhen und potenziell höhere Protokoll-Erträge erzielen, ohne dass die Einlagen im gleichen Tempo wachsen müssen wie das Kreditvolumen.

Horizon eröffnet einen weiteren Wachstumspfad, indem tokenisierte Staatsanleihen und Kreditfonds in das Kreditgeschäft eingebunden werden – auch wenn die dortigen Einlagen bislang nur im hohen dreistelligen Millionenbereich liegen.

Im August starteten die aktiven Kredite bei rund 11,1 Mrd. US‑Dollar und stiegen auf etwa 12,5 Mrd. US‑Dollar. Den kräftigsten Sprung nach oben gab es nach dem 20. August, als das ausgeliehene Volumen die Marke von 12 Mrd. US‑Dollar überschritt.

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Mehjabeen Arsiwala

Mehjabeen Arsiwala ist Journalistin und berichtet über Krypto-Nachrichten, DeFi, Börsen, Trading und Marktanalysen. In den vergangenen drei Jahren hat sie sich auf die Trends und Narrative konzentriert, die die Märkte für digitale Vermögenswerte prägen – von Kursbewegungen und Prognosen bis hin zu Entwicklungen an Börsen und On-Chain-Signalen. Sie ist auf klare Berichterstattung spezialisiert, die den Leserinnen und Lesern hilft zu verstehen, was am Markt geschieht und warum es wichtig ist.

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