Andreessen Horowitz stockt seinen fünften Wachstumsfonds um 1,75 Milliarden US‑Dollar auf und bringt das Volumen des Vehikels damit auf 8,5 Milliarden US‑Dollar – nur wenige Tage nach dem Closing eines separaten Hardware-Fonds.
Zentrale Punkte:
- Andreessen Horowitz erweitert seinen fünften Wachstumsfonds auf 8,5 Mrd. US‑Dollar – ein Plus von 1,75 Mrd. US‑Dollar gegenüber dem Start im Januar.
- Die Aufstockung folgt drei Tage nach dem Closing des 1,1 Mrd. US‑Dollar schweren Machine Age Fund für KI-Hardware.
- Das Wachstumskapital zielt auf Enterprise- und Consumer-KI, Verteidigungstechnologie, Robotik, Infrastruktur sowie Healthtech.
Andreessen Horowitz weitet Wachstumsfonds aus
Die Gesellschaft machte den größeren Fonds am 31. August publik, rund sieben Monate nachdem sie im Januar mit 6,75 Milliarden US‑Dollar an den Start gegangen war. David George, der verantwortliche General Partner für das Growth-Geschäft, schrieb, dass skalierende Unternehmen heute nahezu zeitgleich zu Multi-Produkt-, Multi-Channel- und Multi-Geografie-Anbietern werden müssten.
Das Kapital aus dem Fonds fließt in Wachstumsunternehmen, die neue Produkte launchen, in zusätzliche Märkte expandieren und ihre Vertriebs- und Preisorganisationen professionalisieren, weil frühe Strukturen an ihre Grenzen stoßen.
Das Growth-Team hat in den vergangenen sieben Jahren mehr als 100 Unternehmen unterstützt, wie in dem Beitrag ausgeführt wird. Als Beispiele für Firmen, die sich in großem Maßstab neu erfunden haben, werden Databricks und SpaceX genannt. Zielsegmente sind inzwischen Enterprise- und Consumer-KI, Verteidigungstechnologie, Robotik, Infrastruktur-Hardware und -Software sowie Gesundheitstechnologie.
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Machine Age Fund und Martin Casado
Die Ausweitung erfolgte drei Tage, nachdem Andreessen Horowitz am 28. August den 1,1 Milliarden US‑Dollar schweren Machine Age Fund geschlossen hatte – das erste Vehikel des Hauses, das ausschließlich auf Hardware ausgerichtet ist. Der Fonds soll Anbieter von Chips, Speicher, Netzwerktechnik, Storage, Rechenzentren und Robotik finanzieren. Fünf Partner zeichneten den Launch-Beitrag, darunter Ben Horowitz und David Ulevitch.
General Partner Martin Casado beschrieb den Druck auf die KI-Infrastruktur als beispiellos in seiner Laufbahn, während sein Kollege Raghu Raghuram das Mandat als „alles, was sich innerhalb der vier Wände eines Rechenzentrums befindet“ umriss. Casado wies zudem Spekulationen über eine Blase zurück und argumentierte, die Nachfrage bleibe robust, selbst wenn einzelne Bewertungen zurückkämen.
Fundraising-Bilanz von Andreessen Horowitz
Nick Rescigno, Fondsstratege bei PitchBook, betonte, das Signal sei bedeutsam, weil einer der größten Player im Venture-Geschäft einen dezidierten Fonds für Hardware und Robotik auflege, statt diese Bereiche nur als Unterkategorie zu behandeln. Hardware-Start-ups machten inzwischen mehr als 20 % des Dealflows der Gesellschaft aus – vor zwei Jahren war der Anteil noch deutlich niedriger. Unternehmen aus den Bereichen Halbleiter und autonome Systeme haben im vergangenen Jahr zusammen rund 100 Milliarden US‑Dollar eingesammelt.
Andreessen Horowitz hatte bereits im Januar mehr als 15 Milliarden US‑Dollar über mehrere Vehikel eingesammelt, darunter den ursprünglichen Wachstumsfonds mit 6,75 Milliarden US‑Dollar, 1,7 Milliarden US‑Dollar für Infrastruktur sowie rund 1,18 Milliarden US‑Dollar für den Bereich American Dynamism.
Zu diesem Zeitpunkt verwaltete die Gesellschaft rund 90 Milliarden US‑Dollar an Assets under Management und investiert seither weiterhin massiv in politische Arbeit und Lobbying – mit Blick auf die diesjährigen Zwischenwahlen in den USA.
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