Anthropic hat am Freitag Claude Opus 5 vorgestellt. Der Preis liegt bei 5 US‑Dollar pro Million Eingabetokens – laut Unternehmen bei nahezu gleicher Leistungsfähigkeit wie das deutlich teurere Claude Fable 5, allerdings zu etwa halb so hohen Kosten.
Zentrale Punkte:
- Opus 5 behält die Tokenpreise von Opus 4.8 bei: 5 und 25 US‑Dollar pro Million Eingabe- bzw. Ausgabetokens.
- Im Wissensarbeits-Benchmark GDPval-AA v2 erzielt das Modell 1.861 Punkte und liegt damit vor Fable 5 und OpenAI GPT-5.6 Sol.
- Sicherheitsklassifikatoren sollen laut Anthropic rund 85 % seltener eingreifen müssen als bei Fable 5.
Claude Opus 5: Preisgestaltung und Zugang
Die Details zum Start hat das Unternehmen in einem Blogeintrag veröffentlicht und Opus 5 dabei als Modell für den Arbeitsalltag positioniert – nicht als reinen Benchmark-Jäger.
Für Abonnenten von Claude Max wird Opus 5 zur Standardvariante und ist damit das leistungsfähigste Modell, das allen Claude-Pro-Kunden zur Verfügung steht. Entwickler können es über die Claude API ansprechen.
Die Tokenpreise entsprechen denen von Opus 4.8, das am 28. Mai gestartet ist. Ein Schnellmodus liefert Ausgaben etwa 2,5‑mal so schnell wie die Standardvariante und kostet dafür den doppelten Basistarif. Zusätzlich gibt es eine separate „Effort“-Einstellung, über die Kunden Rechenaufwand und damit Intelligenz gegen günstigere, schnellere Antworten eintauschen können.
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Opus 5 im Benchmark-Vergleich mit GPT-5.6 Sol
Im Wissensarbeits-Test GDPval-AA v2 kommt Opus 5 auf 1.861 Punkte und liegt damit vor Fable 5 mit 1.747 Punkten sowie OpenAIs GPT-5.6 Sol mit 1.736 Punkten, wie aus einer Tabelle hervorgeht, die Anthropic zum Launch verbreitet hat. Sol entscheidet in diesem Vergleich nur einen Einzelbenchmark für sich – einen agentenbasierten Programmier-Test namens DeepSWE v1.1. Googles Gemini-Modelle tauchen in der Übersicht nicht auf.
Sualeh Asif, Mitgründer von Cursor, bescheinigt dem Modell Fable-nahe Intelligenz zu Opus-üblichen Geschwindigkeit- und Kostenniveaus. Niko Grupen, Leiter Applied Research beim Legal-Tech-Anbieter Harvey, berichtet, Opus 5 halte selbst bei reduzierten Reasoning-Einstellungen die Qualität und generiere im Schnitt 26 % weniger Tokens als Opus 4.8.
Beide Unternehmen konnten das Modell bereits vor dem offiziellen Start testen.
Anthropic: Modell-Offensive seit Mai
Opus 5 ist bereits das vierte Claude-Modell, das Anthropic innerhalb von weniger als zwei Monaten ausgeliefert hat. Opus 4.8 kam am 28. Mai auf den Markt, gefolgt vom Mythos-Modell Fable 5 am 9. Juni und Sonnet 5 am 30. Juni. Zuvor hatte Anthropic die Opus-Reihe im Schnelltempo von Version 4.5 über 4.6 bis 4.7 zwischen November und April weiterentwickelt.
Diese Phase fiel in eine politisch angespannte Zeit in Washington: US-Behörden zwangen Anthropic im Juni zunächst, seine Mythos-Modelle aus Cybersicherheitsgründen vom Markt zu nehmen, gaben kurz darauf aber wieder grünes Licht. Parallel hat das Unternehmen im selben Monat vertrauliche Unterlagen für einen Börsengang eingereicht und liegt einem Bericht zufolge weiterhin im Plan, noch in diesem Jahr an die Börse zu gehen, wie eine Analyse anmerkt.
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