Apple verschiebt das Standard‑iPhone 18 auf das Frühjahr 2027 – und drängt damit Herbstkäufer in die Pro-Modelle, die Analysten zufolge bis zu 200 US‑Dollar mehr kosten könnten.
Wichtigste Punkte:
- Im September sollen nur das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max sowie Apples erstes faltbares Modell erscheinen.
- Das Standard‑iPhone 18 und das günstigere iPhone 18e rutschen auf ungefähr März 2027 – und beenden damit ein Jahrzehnt einheitlicher Herbststarts.
- iOS 27 reserviert sein leistungsfähigstes Siri-On‑Device‑Modell für Smartphones mit mindestens 12 GB Arbeitsspeicher.
iPhone 18 Pro als Anker eines geteilten September-Launches
Wochenendberichte zu Apples Herbstplänen haben in einer Analyse skizziert, wie stark der neue Produktkalender mit der bisherigen iPhone‑Historie bricht.
Beim September‑Event sollen das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max und ein erstes faltbares iPhone auf die Bühne kommen – letzteres taxieren einige Analysten bei über 2.000 US‑Dollar. Das Standard‑iPhone 18 und das günstigere iPhone 18e hingegen müssen bis ins Frühjahr warten. Alles, was preislich eher in der „erschwinglichen“ Kategorie liegt, rutscht damit in das Jahr 2027.
Es handelt sich um eine strategische Entscheidung, nicht um ein Versagen der Lieferkette.
Der auf Zulieferketten spezialisierte Analyst Ming‑Chi Kuo hat berichtet, dass die beiden günstigeren Modelle voraussichtlich im März 2027 kommen und mit 9 GB Arbeitsspeicher ausgestattet sein werden – drei Gigabyte weniger als die Pro‑Linie und damit unterhalb der Schwelle, die Apple für seine eigene Software zieht. Apple hat den September als iPhone‑Fenster seit mehr als einem Jahrzehnt etabliert, und auch Mobilfunkverträge sind auf diesen Takt getrimmt. Kunden, deren Laufzeit in diesem Herbst endet, finden deshalb kein aktuelles iPhone‑Modell in der Mittelklasse.
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Nabila Popal und IDC lesen das Preissignal der Pro-Modelle
IDC‑Direktorin Nabila Popal hat geschätzt, dass iPhone 18 Pro und Pro Max um bis zu 200 US‑Dollar teurer werden könnten als ihre Vorgänger. Das würde einen Einstiegspreis von rund 1.299 US‑Dollar für das Pro und etwa 1.399 US‑Dollar für das Pro Max bedeuten. Ende Juni korrigierte sie ihre Schätzung nach oben – nur wenige Tage, nachdem Apple bei Macs und iPads für mehr als ein Dutzend Produkte Preissprünge von bis zu 300 US‑Dollar durchgesetzt hatte. Die Zeit bescheidener 50‑Dollar‑Erhöhungen sei vorbei, sagt sie.
Beim Upselling übernimmt der Speicher den Rest. Apple hat 12 GB als Untergrenze für das leistungsfähigste On‑Device‑Siri in iOS 27 definiert. Die günstigeren iPhones dieses Jahres werden deshalb ohne die neuen natürlich klingenden Siri‑Stimmen und ohne die deutlich verbesserte Diktierfunktion ausgeliefert, die in den öffentlichen Betas bereits zu sehen sind.
iPhone 17 hält die Mittelklasse über das Weihnachtsgeschäft
Eine Analyse argumentiert, Apple habe den geteilten Launchkalender weniger als Reparatur einer gestörten Lieferkette konstruiert, sondern vor allem als Hebel für höhere Margen.
Der Preisdruck selbst lässt sich auf den Speichermarkt zurückführen, in dem DRAM‑ und NAND‑Preise kräftig steigen, weil KI‑Rechenzentren die Produktion weniger großer Anbieter weitgehend aufsaugen.
Apple hat diesen Kostenschub bei iPhones bis Ende Juni weitgehend selbst aufgefangen – und stattdessen Käufer anderer Produktreihen zur Kasse gebeten.
Diese Atempause dürfte enden. Das iPhone 17, das im vergangenen September für 799 US‑Dollar mit 8 GB RAM gestartet ist, liegt bereits unter der iOS‑27‑Schwelle und bleibt über das Weihnachtsquartal hinweg als de‑facto‑Mittelklassemodell im Programm – ohne aktuellen Nachfolger im Regal.
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