Arthur Hayes, Mitgründer von BitMEX, warnte in einem am Dienstag veröffentlichten Blogbeitrag, dass eine von KI getriebene Finanzkrise die Federal Reserve zu beispiellosem Gelddrucken zwingen könnte, was Bitcoin (BTC) nach einem möglicherweise starken Rückgang auf 60.000 $ oder darunter letztlich auf neue Höchststände treiben würde.
Was passiert ist; Hayes sagt KI‑Krise voraus
In dem Essay mit dem Titel „This Is Fine“ legte Hayes ein detailliertes Modell dar, wie die Einführung künstlicher Intelligenz massenhafte Jobverluste bei Angestellten im White‑Collar‑Bereich auslösen könnte. Dies würde zu einer Welle von Zahlungsausfällen bei Konsumentenkrediten und Hypothekenschulden führen, die das US‑Bankensystem überfordern würden. Er schätzte, dass Banken mit rund 557 Mrd. US‑Dollar an kombinierten Konsumenten‑ und Hypothekenverlusten konfrontiert wären, wenn 20 % der 72,1 Millionen Wissensarbeiter des Landes durch KI‑Tools verdrängt würden – ein Szenario, das er mit etwa der halben Schwere der globalen Finanzkrise von 2008 verglich.
Hayes verwies auf das, was er als bereits sichtbare Frühwarnsignale an den Märkten bezeichnete.
Software‑SaaS‑Aktien haben sich schlechter entwickelt als der breitere Nasdaq, private Kreditgeber wie Blue Owl sind unter Druck geraten, und Zahlungsverzüge bei Konsumentenkrediten nehmen zu – und das alles, während sich Bitcoin seit seinem Allzeithoch im Oktober 2025 stark von Technologieaktien abgekoppelt hat.
„Bitcoin ist der globale Feueralarm für Fiat‑Liquidität“, schrieb Hayes und fügte hinzu, dass die Divergenz zwischen Bitcoin und dem Nasdaq „den Alarm läutet, dass ein massiver Kreditvernichtungs‑Event bevorsteht“. Er identifizierte Zcash (ZEC) und Hyperliquid (HYPE) als die beiden Token, die sein Fonds Maelstrom aggressiv kaufen will, sobald die Fed eingreift.
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Warum es wichtig ist; Fed‑Lähmung erhöht das Risiko
Hayes argumentierte, dass politischer Aufruhr bei der Fed – darunter die strafrechtlichen Ermittlungen von Präsident Donald Trump gegen den Vorsitzenden Jerome Powell – die Reaktion der Zentralbank verzögern und die spätere Krise verschärfen könnte. Er deutete an, dass Powells Stolz ihn dazu veranlassen könnte, nach Ablauf seiner Amtszeit als Vorsitzender im Mai im Board of Governors zu bleiben, was den designierten Nachfolger Kevin Warsh behindern und zu einer internen Blockade in einem Moment führen könnte, in dem entschlossenes Handeln nötig wäre.
Der Kern von Hayes’ These ist, dass das Diskontfenster der Fed KI‑bedingte Kreditverluste nicht angemessen auffangen könne, weil die zugrunde liegenden Kredite dauerhaft beeinträchtigt und nicht nur illiquide wären.
„Wenn dir KI deinen Job in Buchhaltung, Rechtswesen, Investmentbanking usw. wegnimmt, kommt er nicht zurück“, schrieb er und warnte, dass eine vollständige Überarbeitung der Kreditvergabemechanismen der Fed nötig wäre – ein Prozess, der Abstimmungen im Gouverneursrat erfordert und durch Fraktionskämpfe ins Stocken geraten könnte.
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