Marvel's erster kompletter Trailer zu Avengers: Doomsday hat binnen weniger als 24 Stunden über 33 Millionen YouTube-Aufrufe erzielt – dennoch taxieren Trader auf Polymarket die Wahrscheinlichkeit, dass der Film 2026 der umsatzstärkste Titel in Nordamerika wird, lediglich auf 18 %.
Wichtigste Punkte:
- Der erste vollständige Trailer zu Avengers: Doomsday erschien am Montag, parallel zum Vorverkaufsstart. Der Kinostart ist für den 18. Dezember angesetzt.
- Auf Polymarket wird Doomsday mit 18 % gehandelt, deutlich hinter Spider-Man: Brand New Day mit 59 % als Favorit auf den US-Boxoffice-Thron 2026.
- Dasselbe Portal gibt Doomsday aber eine 75%ige Chance auf das beste Startwochenende des Jahres – ein Hinweis, dass es eher am Termin als an der Nachfrage zweifelt.
Marvel Studios veröffentlicht kompletten Doomsday-Trailer
Marvel Studios präsentierte den Trailer am Montagmorgen und startete gleichzeitig den Ticketvorverkauf, verknüpft mit einem neuen Premium-Großformat, das der Konzern „Infinity Vision“ nennt.
Der US-Kinostart ist für den 18. Dezember terminiert – also rund fünf Monate im Voraus. In dem Material stellt Marvel Robert Downey Jr. als Doctor Doom vor, der sich einem Helden-Ensemble aus drei verschiedenen Universen stellt – inszeniert als existenzielle Bedrohung für das Multiversum.
Zuvor hatte das Studio über Monate hinweg einzelne Figuren mit kurzen Teasern eingeführt.
Auf YouTube übersprang der Clip binnen 24 Stunden die Marke von 33 Millionen Views; rund eine Million Aufrufe entfielen auf die ersten 30 Minuten nach Veröffentlichung. Regie führten Anthony Russo und Joe Russo, die einen Cast vereinen, der Avengers, Fantastic Four, X-Men und Figuren aus Wakanda zusammenbringt. Der Film beschließt zugleich die seit Endgame laufende Multiversum-Erzählung; Avengers: Secret Wars ist für 2027 angekündigt.
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Polymarket-Quoten sehen Spider-Man klar vor Doomsday
Der Polymarket-Kontrakt auf den umsatzstärksten Film des Jahres zeichnet ein deutlich nüchterneres Bild: Spider-Man: Brand New Day, Kinostart am 31. Juli, wird mit 59 % gehandelt, während Doomsday lediglich auf 18 % kommt.
Der Doomsday-Kontrakt verzeichnete bislang ein Handelsvolumen von rund 310.000 US-Dollar – so viel wie kein anderer Einzeltitel in einem Markt, der seit seiner Eröffnung im November kumuliert 7,26 Millionen US-Dollar umgesetzt hat.
Die Diskrepanz ist weniger dem Material als dem Kalender geschuldet.
Abgerechnet wird auf Basis der inländischen (US-)Kinoerlöse laut Box Office Mojo bis einschließlich 31. Dezember; Umsätze außerhalb des Jahres 2026 zählen für keinen Film. Marvel bleiben damit weniger als zwei Wochen im Bewertungszeitraum, während der Spider-Man-Titel volle fünf Monate an den Kinokassen sammeln kann.
Wetten auf das Startwochenende und die Avengers-Boxoffice-Historie
In separaten Polymarket-Kontrakten liegt Doomsday hingegen klar vorne: Trader geben dem Film eine 71%ige Chance auf die beste US-Startwoche 2026 und eine 75%ige Chance auf das umsatzstärkste Startwochenende. Das legt nahe, dass der Markt die Popularität des Films nicht infrage stellt, sondern primär den späten Kinostart.
Marvel geht mit einer gemischten jüngeren Bilanz in diese Premiere.
Die vier bisherigen Avengers-Filme spielten zusammen über 7,7 Milliarden US-Dollar ein; Endgame rangiert weiterhin als zweiterfolgreichster Film aller Zeiten. Gleichzeitig blieben drei MCU-Titel aus dem vergangenen Jahr hinter den Erwartungen zurück.
Die vier Charakter-Teaser, die dem Montagstrailer vorausgingen, kamen zusammen bereits auf 1,02 Milliarden Views – ein Wert, der die Erwartungen lange vor Veröffentlichung des vollständigen Trailers in die Höhe getrieben hat.
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