Marvel hat am Samstag David Jonsson als neuen Black Panther und Ryan Gosling als Ghost Rider verpflichtet – zwei Enthüllungen, bei denen Prognosemärkte entweder völlig falsch lagen oder die Wette gar nicht erst im Angebot hatten.
Wichtige Punkte:
- Marvel Studios besetzt David Jonsson als T’Challas Sohn in Black Panther 3, Kinostart am 15. Dezember 2028.
- Im Casting-Markt von Polymarket standen nur John David Washington und Damson Idris zur Wahl – keiner von beiden bekam die Rolle.
- Kein Handelsplatz bot einen Kontrakt auf Ryan Goslings Ghost-Rider-Besetzung an, obwohl seit Jahren spekuliert wurde.
Polymarket-Quoten führten David Jonsson nie
Marvel Studios bestätigte das Casting während des Hall-H-Panels auf der San Diego Comic-Con. Ryan Coogler kehrt als Regisseur zurück, der Film startet am 15. Dezember 2028 in den Kinos. Jonsson (32) spielt den erwachsenen Sohn von T’Challa, des Königs, den der verstorbene Chadwick Boseman geprägt hat.
Letitia Wright und Winston Duke bleiben an Bord, zudem feiert Denzel Washington sein Marvel-Debüt in einer Rolle, die Coogler ihm auf den Leib geschrieben haben soll.
Polymarket eröffnete seinen Markt auf die Rolle am 28. Mai und bepreiste nur zwei Kandidaten – keinen davon verpflichtete Marvel. John David Washington lag am Samstag bei 54 %, Damson Idris bei 26 %, bei einem Gesamtvolumen von 1.107 US-Dollar. Der Großteil des Geldes floss sogar in die Wette, dass in diesem Jahr überhaupt kein neuer Darsteller benannt würde.
Auch lesenswert: BitMEX Is Shutting Down After 11 Years With No Buyer In Sight
Kalshi-Händler setzen klar auf Letitia Wright
Kalshi stellte eine engere Frage: Wer wird die Hauptfigur im nächsten Film? Wright, die die Rolle seit 2022 trägt, wurde am Samstag nach einem Sprung um 59 Prozentpunkte bei 97 % gehandelt. Denzel Washington, dessen Engagement Marvel früh angedeutet hatte, fiel um 58 Punkte auf 4 %, John David Washington landete bei 1 %.
Seit Eröffnung flossen 3.450 US-Dollar in diesen Kontrakt – rund das Dreifache des Polymarket-Volumens. So dünne Orderbücher lassen sich mit ein paar Hundert Dollar bewegen; die Kurse spiegelten daher eher Casting-Gerüchte und Fanwünsche als belastbare Informationen über Marvels Produktionspläne.
Polymarket wirbt damit, ein Monat vor Fälligkeit in 94 % der Fälle richtig zu liegen – eine Quote, die sich vor allem aus Politik-, Sport- und Wirtschaftsmärkten speist, wo laufend Daten einfließen. Casting-Entscheidungen in der Unterhaltung liegen am entgegengesetzten Ende dieser Skala: Studios schützen die Informationen, nur eine Handvoll Personen kennt die Antwort vorab, und Händler sind gezwungen, Zweit-Hand-Gerüchte gegeneinander zu bepreisen.
Für Ryan Gosling als Ghost Rider gab es keinen Markt
Im selben Panel vergab Marvel die Rolle des Ghost Rider an Ryan Gosling, mit Deadpool-&-Wolverine-Regisseur Shawn Levy an Bord und einem Kinostart 2028.
Marvel verkündete das Casting bereits früher am Tag – doch weder Polymarket noch Kalshi boten einen Kontrakt dazu an, obwohl seit Jahren offen spekuliert wurde.
Ein Branchenportal bezeichnete die Jonsson-Verpflichtung als „Blitz aus heiterem Himmel“ und stellte sie dem Gosling-Casting als die weniger überraschende Nachricht gegenüber. Gosling wirbt seit 2022 offen für die Rolle, damals nannte er Ghost Rider als den Marvel-Charakter seiner Wahl. Kevin Feige reagierte schon auf der Comic-Con jenes Jahres positiv, und im März bestätigte der Schauspieler, dass Gespräche mit dem Studio stattgefunden haben.
Weiterlesen: HubSpot Fell 12.7% And Analysts Point Straight At OpenAI's New Agent





