KBC Bank wird ab dem 16. Februar als erstes belgisches Finanzinstitut Privatkunden den Handel mit Kryptowährungen über ihre Investmentplattform Bolero unter den neu umgesetzten EU-Vorschriften ermöglichen.
Belgiens zweitgrößte Bank mit einem Vermögen von rund 300 Milliarden US-Dollar wird den Handel mit Bitcoin und Ether ausschließlich über ein Closed-Loop-System ermöglichen, das Überweisungen zu externen Wallets untersagt.
Die Einführung erfolgt, nachdem das belgische Umsetzungsgesetz zu Markets in Crypto-Assets am 3. Januar in Kraft getreten ist und die Finanzdienstleistungs- und Marktaufsichtsbehörde sowie die Nationalbank Belgiens als Aufseher des Kryptomarktes bestimmt wurden.
Konservatives Verwahrmodell
KBC hat eine Meldung als Crypto Asset Service Provider bei den belgischen Behörden eingereicht, obwohl bislang keine belgischen Lizenzen im öffentlichen Register der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde erscheinen.
Die Closed-Loop-Architektur der Bank verhindert, dass Kunden Kryptowährungen zu oder von externen Plattformen transferieren, wobei KBC alle privaten Schlüssel innerhalb ihrer eigenen Sicherheitsinfrastruktur verwahrt.
Bolero arbeitet ausschließlich auf Execution-only-Basis ohne Anlageberatung und verlangt von Kunden, vor dem Handel Wissens- und Erfahrungstests zu absolvieren, die das Verständnis von Volatilitätsrisiken und dem möglichen Totalverlust prüfen.
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Zielgruppenausrichtung
KBC verwies auf interne Daten, wonach rund 45 % der Belgier in ihren Dreißigern bereits in Kryptowährungen investieren, während 60 % der Bolero-Kundschaft jünger als 40 Jahre sind.
„Bitcoin“ gehört zu den meistgesuchten Begriffen auf der Bolero-Plattform, so CEO Céline Pfister, die erklärte, die Bank wolle die Anlageklasse „auf zugängliche Weise“ mit Bildungsangeboten über die Bolero Academy einführen.
Die Initiative folgt darauf, dass Germany's DZ Bank launching MiCA-compliant crypto trading für Privatkunden Anfang dieses Monats gestartet hat, was Teil einer breiteren Einführung digitaler Vermögensdienstleistungen im europäischen Bankensektor unter einheitlichen Regulierungsrahmen ist.
Belgische Kunden waren zuvor auf ausländische Börsen wie Binance und Coinbase oder Digital-Banking-Apps mit Kryptoangeboten angewiesen, da bislang keine inländische Bank einen direkten Zugang zu Kryptowährungen bereitgestellt hatte.
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