Binance-CEO Richard Teng demanded a full retraction von The Wall Street Journal am Dienstag und bezeichnete die Untersuchung der Zeitung zu den Sanktionsvorschriften des Unternehmens als „verleumderisch“.
Der WSJ-Bericht alleged demnach, dass die Börse rund 1,7 Milliarden US-Dollar an Kryptowährungstransaktionen verarbeitet habe, die mit sanktionierten iranischen Einrichtungen verbunden seien – und dass interne Ermittler, die diese Aktivität meldeten, später entlassen wurden.
Tengs juristisches Schreiben, das von der Kanzlei Withers Bergman LLP an die WSJ-Chefredakteurin Emma Tucker gesendet wurde, behauptet, der Artikel enthalte falsche und irreführende Informationen.
Das WSJ hat bislang nicht öffentlich reagiert.
Was die Berichte behaupten
Die WSJ-Untersuchung mit der Überschrift „Binance Fired Staff Who Flagged $1 Billion Moving to Sanctioned Iran Entities“ reported, dass interne Ermittler von Binance über 1.500 Konten identifiziert hätten, auf die aus dem Iran zugegriffen wurde, wobei Gelder über Zwischenstellen wie das in Hongkong ansässige Blessed Trust und Hexa Whale Trading geflossen seien.
Die New York Times berichtete separat, dass mindestens vier Ermittler suspendiert oder entlassen wurden. Von im WSJ zitierten Strafverfolgungsbehörden wurde die Aktivität als Teil eines Schattenbank-Korridors beschrieben, der mit den Revolutionsgarden des Iran in Verbindung steht, die von den USA als terroristische Organisation eingestuft sind.
Laut beiden Publikationen wurde die Untersuchung Ende 2025 eingestellt – wenige Wochen, nachdem Gründer Changpeng Zhao eine präsidentielle Begnadigung erhalten hatte.
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Binances Reaktion
Binance erklärte, die entlassenen Mitarbeiter seien wegen unbefugter Weitergabe vertraulicher Kundendaten gekündigt worden – nicht, weil sie Compliance-Bedenken geäußert hätten.
Die Börse veröffentlichte interne Daten, denen zufolge die sanktionsbezogene Exponierung zwischen Januar 2024 und Juli 2025 um 96,8 % gesunken sei und dass die direkte Exponierung gegenüber den vier größten iranischen Kryptowährungsbörsen im selben Zeitraum von 4,19 Millionen US-Dollar auf 110.000 US-Dollar zurückgegangen sei.
Binance erklärte, man habe Mitte 2025 mit der Untersuchung der beiden in den Berichten genannten Unternehmen begonnen, nachdem man Informationen von Strafverfolgungsbehörden erhalten habe, und anschließend die Konten ausgebucht und die Behörden informiert.
Aufsichtsrechtliche Bedeutung
Die Vorwürfe haben erhebliches Gewicht angesichts der bestehenden rechtlichen Verpflichtungen von Binance.
Im Jahr 2023 räumte die Börse Verstöße gegen Geldwäsche- und Sanktionsvorschriften ein, stimmte Strafzahlungen in Höhe von 4,3 Milliarden US-Dollar zu und steht weiterhin unter einer dreijährigen Aufsicht von DOJ und FinCEN.
Ein ehemaliger Sanktionsverantwortlicher des DOJ described die angebliche Einstellung der Untersuchung als „ziemlich schockierend“ angesichts dieser Überwachung.
Binance hat nicht bestätigt, ob die Compliance-Monitoren über den Vorgang informiert wurden.
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