Bitcoin- und Ether-ETFs verzeichnen mit 1,1 Mrd. Dollar die stärksten Zuflüsse seit April

Short positions worth $343M sit close to liquidation as Bitcoin trades near $64,000 and Ryan Lee weighs the July CPI print. (Image: Shutterstock)
Short positions worth $343M sit close to liquidation as Bitcoin trades near $64,000 and Ryan Lee weighs the July CPI print. (Image: Shutterstock)

US‑Spot-ETFs auf Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) haben in der vergangenen Woche zusammen rund 1,1 Milliarden US‑Dollar eingesammelt – die beste Woche seit April, obwohl die Handelsaktivität nahe Mehrjahrestiefs verharrte.

Wichtigste Punkte:

  • US‑Spot-Bitcoin-ETFs verbuchten an fünf aufeinanderfolgenden Handelstagen bis Freitag Zuflüsse von rund 853,5 Mio. US‑Dollar – die beste Woche seit Mitte April.
  • Spot-Ether-ETFs legten weitere 244,9 Mio. US‑Dollar zu und verlängerten ihre positive Serie auf fünf Wochen in Folge, ein Jahreshoch 2026.
  • Die Umsätze entwickelten sich gegenläufig: Das gehandelte Volumen der Bitcoin-ETFs sank um 9 % auf rund 8,19 Mrd. US‑Dollar.

Bitcoin-ETFs führen die Zuflüsse an

Spot-basierte Bitcoin-Fonds <a href="https://www.theblock.co/news/markets/2026-08-08-bitcoin-ether-etfs-draw-1-1-billion-in-best-inflow-week-since-april-despite-low-volume-411204">zogen</a> im Wochenverlauf laut Daten von SoSoValue rund 853,5 Mio. US‑Dollar an – verteilt auf fünf Tage in Folge bis Freitag. Das war der höchste Wochenwert seit der am 17. April endenden Woche, als die Kategorie 996,4 Mio. US‑Dollar anzog. Spot-Ether-Fonds kamen parallel auf 244,9 Mio. US‑Dollar und damit ebenfalls auf das beste Ergebnis seit eben jener Frühlingswoche.

Der Löwenanteil der Bitcoin-Zuflüsse entfiel auf BlackRocks IBIT mit 693,7 Mio. US‑Dollar, also mehr als 80 % des Gesamtvolumens. Fidelitys FBTC steuerte 116,4 Mio. US‑Dollar bei, rund 13 %.

Das Tageshoch bei den Zuflüssen wurde am Mittwoch mit 244,4 Mio. US‑Dollar erreicht, gefolgt von 211,5 Mio. US‑Dollar am Dienstag. Zum Wochenausklang flaute die Nachfrage ab: Am Donnerstag und Freitag flossen noch 128,7 Mio. bzw. 98,9 Mio. US‑Dollar, nachdem die US‑Beschäftigtenzahlen um 23.000 Stellen zurückgingen – entgegen Prognosen, die einen Anstieg um 80.000 Jobs erwartet hatten.

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Balchunas verknüpft ETF-Zuflüsse mit Coldcard-Exploit

Eric Balchunas, Senior-ETF-Analyst bei Bloomberg Intelligence, <a href="https://cointelegraph.com/news/us-bitcoin-etfs-best-weekly-inflows-april-coldcard-hack">schrieb</a> am Freitag auf X, dass IBIT, FBTC und mehrere weitere Produkte seit Bekanntwerden des Coldcard-Exploits am 30. Juli an jedem einzelnen Handelstag Mittelzuflüsse verzeichnet haben.

Es falle schwer, darin nur einen Zufall zu sehen, so Balchunas. Er sprach von einer auffälligen Korrelation und nannte das Timing ironisch – aber typisch für diesen Markt. Galaxy Research <a href="https://www.cryptotimes.io/2026/08/08/galaxy-research-confirms-111m-stolen-funds-in-coldcard-exploit/">bestätigte</a> am Freitag, dass 1.719 Bitcoin im Wert von rund 111 Mio. US‑Dollar von Nutzern entwendet wurden, und warnte, dass sich die Gesamtschäden voraussichtlich auf über 130 Mio. US‑Dollar summieren dürften. Analysten <a href="https://www.trmlabs.com/resources/blog/the-largest-hardware-wallet-exploit-of-2026-inside-the-usd-116-million-coldcard-hack">führten</a> die Schwachstelle auf ein Firmware-Update aus dem März 2021 zurück, das Wiederherstellungs-Seeds mit deutlich geringerer Zufälligkeit erzeugte, als den Käufern versprochen worden war.

Ether-ETF-Rally trifft auf dünne Umsätze

Ether-ETFs blicken inzwischen auf fünf Wochen mit Nettozuflüssen in Serie zurück – die längste Gewinnsträhne des Jahres 2026. Der stärkste Tag der aktuellen Phase war der Donnerstag mit Zuflüssen von 92,2 Mio. US‑Dollar.

Das erschwert eine einfache Erklärung über den Coldcard-Hack, denn die Sicherheitslücke betraf ausschließlich bestimmte Bitcoin-Hardware-Wallets. Zudem setzte die Ether-Zuflussserie am 3. August ein – also einige Tage nach der ersten Veröffentlichung der Schwachstelle.

Die Erholung hat aber klare Grenzen. Das gehandelte Volumen in Bitcoin-ETFs belief sich auf rund 8,19 Mrd. US‑Dollar, ein Rückgang um 9 % gegenüber der Vorwoche und der zweitschwächste vollständige Handelswochenwert seit Oktober 2024. Bei Ether-ETFs sackte das Volumen sogar um etwa 21 % ab. Auf Jahressicht liegen beide ETF-Segmente damit weiter klar im Minus: Bitcoin-Fonds weisen seit Januar Nettoabflüsse von rund 4,44 Mrd. US‑Dollar aus, Ether-Produkte kommen auf etwa 873 Mio. US‑Dollar an Nettoabflüssen im gleichen Zeitraum.

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Mehjabeen Arsiwala

Mehjabeen Arsiwala ist Journalistin und berichtet über Krypto-Nachrichten, DeFi, Börsen, Trading und Marktanalysen. In den vergangenen drei Jahren hat sie sich auf die Trends und Narrative konzentriert, die die Märkte für digitale Vermögenswerte prägen – von Kursbewegungen und Prognosen bis hin zu Entwicklungen an Börsen und On-Chain-Signalen. Sie ist auf klare Berichterstattung spezialisiert, die den Leserinnen und Lesern hilft zu verstehen, was am Markt geschieht und warum es wichtig ist.

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