US-Spot-ETFs auf Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) haben in der vergangenen Woche zusammen 1,1 Milliarden US‑Dollar eingesammelt – der stärkste Wert seit April, obwohl die Handelsumsätze nahe Mehrjahrestiefs verharrten.
Wichtigste Punkte:
- US-Spot-Bitcoin-ETFs verbuchten an fünf aufeinanderfolgenden Handelstagen bis Freitag Zuflüsse von rund 853,5 Mio. US‑Dollar – die beste Woche seit Mitte April.
- Spot-Ether-ETFs kamen auf 244,9 Mio. US‑Dollar und bauten ihre Serie positiver Wochen auf fünf aus – die längste des Jahres 2026.
- Die Handelsaktivität lief dagegen rückwärts: Das Bitcoin-ETF-Volumen sank um 9 Prozent auf rund 8,19 Mrd. US‑Dollar.
Bitcoin-ETFs führen die Zuflüsse an
Spot-Bitcoin-Fonds <a href="https://www.theblock.co/news/markets/2026-08-08-bitcoin-ether-etfs-draw-1-1-billion-in-best-inflow-week-since-april-despite-low-volume-411204">zogen</a> laut im Wochenverlauf erhobenen SoSoValue-Daten an fünf Handelstagen bis Freitag zusammen rund 853,5 Mio. US‑Dollar an. Das ist das höchste Wochenvolumen seit der Woche bis 17. April, als die Produktgruppe 996,4 Mio. US‑Dollar von Anlegern anzog. Spot-Ether-Fonds steuerten weitere 244,9 Mio. US‑Dollar bei – ebenfalls der beste Wert seit jener Frühlingswoche.
BlackRocks IBIT stand mit 693,7 Mio. US‑Dollar für mehr als 80 Prozent der Bitcoin-Zuflüsse, während Fidelitys FBTC 116,4 Mio. US‑Dollar und damit rund 13 Prozent beisteuerte.
Die Tageszuflüsse erreichten ihren Höchststand am Mittwoch mit 244,4 Mio. US‑Dollar, gefolgt von 211,5 Mio. US‑Dollar am Dienstag. Zum Wochenausklang ließ die Kaufdynamik nach: Am Donnerstag und Freitag gingen nur noch 128,7 Mio. bzw. 98,9 Mio. US‑Dollar in die Produkte, nachdem die US-Beschäftigtenzahlen um 23.000 Stellen gefallen waren – Prognosen hatten dagegen einen Zuwachs von 80.000 erwartet.
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Balchunas sieht Zusammenhang mit Coldcard-Exploit
Eric Balchunas, leitender ETF-Analyst bei Bloomberg Intelligence, <a href="https://cointelegraph.com/news/us-bitcoin-etfs-best-weekly-inflows-april-coldcard-hack">schrieb</a> am Freitag auf X, IBIT, FBTC und mehrere andere Fonds hätten seit dem Bekanntwerden des Coldcard-Exploits am 30. Juli an jedem einzelnen Handelstag Zuflüsse verbucht.
Es sei schwer, hier keinen kausalen Zusammenhang in der Korrelation zu erkennen, kommentierte er, und nannte das Timing ironisch – aber typisch für diesen Markt. Galaxy Research <a href="https://www.cryptotimes.io/2026/08/08/galaxy-research-confirms-111m-stolen-funds-in-coldcard-exploit/">bestätigte</a> am Freitag, dass 1.719 Bitcoin im Wert von rund 111 Mio. US‑Dollar von Nutzern entwendet wurden, und warnte, dass sich der Gesamtschaden voraussichtlich auf über 130 Mio. US‑Dollar summieren werde. Forscher <a href="https://www.trmlabs.com/resources/blog/the-largest-hardware-wallet-exploit-of-2026-inside-the-usd-116-million-coldcard-hack">führten</a> die Schwachstelle auf ein Firmware-Update vom März 2021 zurück, das Wiederherstellungs-Seeds mit deutlich geringerer Zufälligkeit generierte, als die Hardware-Wallets ihren Käufern versprochen hatten.
Ether-ETF-Rallye trifft auf dünne Umsätze
Ether-Fonds haben inzwischen fünf Wochen in Folge Zuflüsse verzeichnet – die längste Gewinnserie des Jahres 2026. Den höchsten Tageswert der aktuellen Phase markierte der Donnerstag mit 92,2 Mio. US‑Dollar.
Das erschwert eine eindeutige Interpretation über den Coldcard-Effekt, da die Sicherheitslücke ausschließlich bestimmte Bitcoin-Hardware-Wallets betraf und die Ether-Zuflussserie erst am 3. August begann – also einige Tage nach der ersten Offenlegung des Bugs.
Die Erholung hat jedoch klare Grenzen. Das Handelsvolumen der Bitcoin-ETFs lag mit rund 8,19 Mrd. US‑Dollar 9 Prozent unter dem Vorwochenwert und damit auf dem zweitniedrigsten Niveau einer vollständigen Handelswoche seit Oktober 2024. Bei Ether-ETFs sackte das Volumen um etwa 21 Prozent ab. Beide Produktklassen liegen zudem auf Jahressicht deutlich im Minus: Bitcoin-Fonds verzeichnen seit Januar Nettoabflüsse von rund 4,44 Mrd. US‑Dollar, Ether-Fonds kommen im gleichen Zeitraum auf ein Minus von etwa 873 Mio. US‑Dollar.
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