Bitcoin rutscht auf 65.500 Dollar nach Huthi-Angriffen auf saudische Öltanker

Bitcoin rutscht auf 65.500 Dollar nach Huthi-Angriffen auf saudische Öltanker

Bitcoin (BTC) ist am Donnerstag in Richtung 65.500 US‑Dollar gefallen, nachdem die Huthis Drohnen- und Raketenangriffe auf zwei saudische Öltanker für sich reklamierten und der Ölpreis in der Spitze auf 88,60 Dollar zulegte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Huthi-Milizen erklärten, sie hätten die Tanker Encelia und Layla attackiert – wenige Tage nach Ausrufung einer Blockade saudischer Häfen.
  • Terminkontrakte auf West Texas Intermediate (WTI) stiegen auf 88,60 Dollar je Barrel, den höchsten Stand seit dem 11. Juni.
  • Bitcoin gab seit Mitternacht UTC rund 0,7 % nach; auch Ether, Solana und XRP lagen im Minus.

Huthi-Angriffe treffen saudische Öltanker

Der Militärsprecher der Huthis, Yahya Saree, erklärte laut einem Bericht von Al Jazeera, die Schiffe Encelia und Layla seien angegriffen worden, weil sie ein von den Milizen am 20. Juli verhängtes Schiffahrtsverbot missachtet hätten. Saudi-Arabien bestätigte ein Feuer im Bugbereich der Encelia; die Besatzung konnte das Schiff demnach unverletzt verlassen.

Das Verbot folgte auf die heftigsten Kampfhandlungen im Jemen seit vier Jahren: Regierungstruppen hatten den Flughafen von Sanaa bombardiert, um die Landung eines iranischen Flugzeugs zu verhindern.

Die britische Behörde United Kingdom Maritime Trade Operations meldete, ein unbekörpertes Projektil habe etwa 130 Kilometer vor der Küste bei Al Shuqaiq einen saudischen Tanker getroffen; an Bord sei es zu einem Brand gekommen, den die Crew bekämpfte.

Das US-Zentralkommando erklärte, amerikanische Streitkräfte hätten die zwölfte Angriffswelle in Folge gegen Ziele im Iran abgeschlossen und am Dienstag einen Langstreckenbomber vom Typ B‑1 gegen Stellungen der Islamischen Revolutionsgarde entsandt. Es handelt sich um die ersten Angriffe auf Tanker seit Inkrafttreten der Blockade.

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Öl-Rally setzt Kryptomarkt unter Druck

WTI-Futures zogen auf 88,60 Dollar je Barrel an und markierten damit den höchsten Stand seit dem 11. Juni. Damit setzt sich die kräftige Erholung von Niveaus unter 70 Dollar fort. Der Preissprung nährt Inflationssorgen – und erschwert potenzielle Zinssenkungen der Notenbanken. Bitcoin wurde zuletzt bei rund 65.500 Dollar gehandelt, nachdem die größte Kryptowährung am Mittwoch noch ein Hoch um 66.700 Dollar erreicht hatte.

Auch die Rentenmärkte reagierten: Die Rendite zweijähriger US‑Treasuries stieg auf 4,31 % und damit auf den höchsten Stand seit Februar 2025, die Zehnjahresrendite kletterte auf 4,66 %. Steigende Renditen erhöhen die Opportunitätskosten für Anlagen ohne laufenden Ertrag – und machen festverzinsliche Wertpapiere im Vergleich attraktiver.

Ethereum (ETH), Solana (SOL) und XRP (XRP) gaben im Fahrwasser von Bitcoin nach. Dennoch verzeichneten börsengehandelte Spot-Bitcoin-Produkte am Mittwoch laut FXStreet Nettozuflüsse von 68,99 Millionen Dollar – der siebte Tag in Folge mit positiven Mittelbewegungen.

Auf der Prognoseplattform Polymarket senkten Händler die implizierte Wahrscheinlichkeit, dass der sogenannte Clarity Act noch in diesem Jahr verabschiedet wird, von 46 % auf 38 %. Zuvor hatten Senatoren der Demokraten die jüngste Gesetzesfassung wegen Ethikregelungen kritisiert.

Rote-Meer-Route erneut im Fokus

Die Huthis greifen seit Oktober 2023 Schiffe in der Nähe der Meerenge Bab al‑Mandab an und hatten damit über zwei Jahre den Welthandel erheblich gestört, ehe sie sich nach dem Waffenstillstand im Gazastreifen im Oktober 2025 zurückzogen. Saudi-Arabien leitete seither täglich Millionen Barrel Öl über Häfen am Roten Meer um, um die Straße von Hormus zu umgehen – ein Ausweichmanöver, das Marineexperten bereits Tage vor den jüngsten Attacken als verwundbar eingestuft hatten.

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