Bitcoin (BTC) konsolidiert knapp unter den jüngsten Höchstständen und formt dabei eine potenzielle Bullenflagge. Bestätigt sich die Formation mit einem Ausbruch nach oben, rückt ein Kursziel von 90.000 Dollar wieder in Reichweite.
Wichtigste Punkte:
- Bitcoin markierte ein lokales Hoch bei 79.500 Dollar, bevor der Kurs auf 76.700 Dollar zurücksetzte, als der kurzfristige Aufwärtsdruck nachließ.
- Die Bullenflagge ist bislang unbestätigt.
- Eine tiefere Korrektur könnte den Bereich um 69.000 Dollar in den Fokus rücken, wo mehrere technische Unterstützungen zusammenlaufen.
Bitcoin-Bullenflagge
Der Rückgang vom Hoch bei 79.500 Dollar beginnt, einer klassischen Bullenflagge zu ähneln – einer Fortsetzungsformation, die oft einer weiteren Aufwärtswelle vorausgeht. Das Muster ist jedoch noch nicht ausgebildet und damit unvollständig.
Die Analyse von Laurie Dunn betont, dass eine bestätigte Flagge üblicherweise mindestens drei Berührungspunkte an der oberen wie an der unteren Begrenzung erfordert, bevor Trader das Muster als etabliert ansehen. Bislang ist Bitcoin lediglich bis zum 0,236-Fibonacci-Retracement zurückgelaufen – ein ungewöhnlich flacher Rücksetzer nach der rapiden Rallye der Vorwoche.
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Ausblick von Laurie Dunn
Das technische Bild lässt zugleich Raum für eine ausgeprägtere Korrektur: Auf dem Tageschart fallen eine horizontale Unterstützung, das 0,618-Fibonacci-Retracement und der 200-Tage-Durchschnitt im Bereich um 69.000 Dollar zusammen – ein markanter Unterstützungscluster.
Auf Wochensicht trifft Bitcoin zunächst auf Widerstand um 78.600 Dollar, gefolgt von einer weiteren Hürde nahe 82.750 Dollar. Diese Marken könnten entscheiden, ob die laufende Bewegung in Richtung des projizierten Ziels von 90.000 Dollar durchzieht. Die Indikatoren signalisieren weiterhin überdehnte Dynamik.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) notiert auf dem Tageschart im überkauften Bereich, während der wöchentliche RSI eine längerfristige Abwärtstrendlinie nach oben durchbrochen hat – ein Signal, das bis zum Wochenschluss Bestand haben muss, um Gewicht zu bekommen. Hält der Ausbruch, würde dies das bullische Szenario untermauern.
Crypto Daily warnt zugleich, dass ein weiterer steiler Aufwärtsimpuls ohne vorherige „Abkühlung“ die anschließende Korrektur potenziell verschärfen könnte, da Kaufdruck nicht unbegrenzt eskalieren kann.
Eine langsamere Seitwärtskonsolidierung gäbe dem Markt mehr Zeit, die jüngsten Kursgewinne zu verdauen und Unterstützungen zu testen, bevor ein neuer Ausbruchsversuch startet.
Das aktuelle Setup fügt sich in einen deutlich längeren technischen Zyklus ein, der mit einer achtmonatigen Bullenflagge im Februar 2024 begonnen haben soll und eine RSI-Abwärtstrendlinie umfasste, die bis November 2024 zurückreicht. Der jüngste RSI-Ausbruch könnte diese ältere bärische Struktur geschwächt haben – eine endgültige Bestätigung hängt jedoch davon ab, wie die aktuelle Wochenkerze schließt.
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