Strategy hat in der vergangenen Woche rund 2 Milliarden US‑Dollar über MSTR-Aktienverkäufe eingeworben, seine Bitcoin-(BTC)-Bestände unverändert gelassen und einen Barpuffer von 1,59 Milliarden US‑Dollar für künftige Treasury‑Bedarfe aufgebaut.
Zentrale Punkte:
- Strategy nahm 2,0065 Milliarden US‑Dollar über Verkäufe von MSTR-Aktien ein, ohne seine Position von 840.447 BTC anzutasten.
- Das Unternehmen stockte seine USD-Reserve um 300 Millionen US‑Dollar auf und stellte 1,59 Milliarden US‑Dollar in einem neuen, flexibleren USD‑Cash‑Konto bereit.
- Bernstein rechnet damit, dass Bitcoin-Käufe wieder anlaufen könnten, sobald sich STRC in Richtung seines Nominalwerts von 100 US‑Dollar erholt.
Liquiditätssituation von Strategy
Strategy hat zwischen dem 17. und 23. August insgesamt 18.261.118 MSTR-Aktien veräußert und damit laut einer Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC vom 24. August Nettoerlöse von 2,0065 Milliarden US‑Dollar erzielt. In diesem Zeitraum gab es weder Käufe noch Verkäufe von Bitcoin.
Von den Mitteln flossen 136,4 Millionen US‑Dollar in Rückkäufe von STRC-Vorzugsaktien, weitere 300 Millionen US‑Dollar erhöhten die bestehende USD-Reserve von Strategy auf 5,10 Milliarden US‑Dollar. Die verbleibenden 1,59 Milliarden US‑Dollar wurden in einem separaten Konto mit der Bezeichnung „USD Cash“ angelegt.
Strategy beschreibt USD Cash als „einen gesondert ausgewiesenen Pool an US‑Dollar‑Liquidität“, der für Bitcoin-Zukäufe, Dividenden, Schuldendienst, Wertpapier-Rückkäufe und andere Treasury‑Zwecke eingesetzt werden kann. Das Unternehmen betont, dass dieses Konto dem Management mehr Flexibilität verschaffe, um auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren.
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Ausblick für Bitcoin
Strategy hält weiterhin 840.447 BTC, die zu Anschaffungskosten von rund 63,36 Milliarden US‑Dollar erworben wurden – im Schnitt zu 75.385 US‑Dollar je Bitcoin, inklusive Gebühren und Spesen. Damit kontrolliert das Unternehmen rund 4 % des auf 21 Millionen Einheiten limitierten maximalen Bitcoin-Angebots.
Matt Cole, CEO von Strive, erklärte am Sonntag, er sei „sehr stark“ davon überzeugt, dass der Bitcoin‑Bärenmarkt beendet sei, und verwies auf die relative Stärke von BTC gegenüber sowohl dem US‑Dollar als auch Gold. Analysten von Bernstein führten die Rekordrallye der vergangenen Woche zudem auf verstärkte Rückkäufe von US‑Staatsanleihen und insgesamt verbesserte Liquiditätsbedingungen zurück.
Das von Gautam Chhugani angeführte Analystenteam schrieb, Bitcoin habe „historisch positiv auf eine Ausweitung der Liquidität reagiert“ und man erwarte, dass Strategy seine Käufe wieder aufnimmt, wenn sich STRC dem Nominalwert von 100 US‑Dollar annähert. Zum Zeitpunkt des Berichts notierte STRC bei rund 96,43 US‑Dollar.
Die Neuausrichtung der Liquidität folgt auf eine Phase, in der Strategy seine Bitcoin-Bestände leicht reduziert und seinen „Digital Credit Capital Framework“ ausgebaut hat, um Dividenden, Zinszahlungen und Wertpapier-Rückkäufe abzusichern. Bereits Anfang August hatte das Unternehmen etwa 0,8 % seiner Bitcoin-Position veräußert und zugleich die Barmittel gestärkt – ein vorübergehender Bruch mit der langjährigen Strategie des konsequenten Aufbaus der BTC-Bestände.
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