Bitcoin (BTC) stieg am 3. März über 71.000 $, nachdem US-Spot-ETFs Nettozuflüsse von 225 Mio. $ verzeichneten, angeführt vom IBIT-Fonds von BlackRock. Weder ein stärkerer Dollar noch eine breite Risikoaversion an den globalen Aktienmärkten konnten die neue Aufwärtsdynamik der Kryptowährung bremsen.
Was passiert ist: BTC überschreitet 70.000 $
Die Rallye fand unter ungewöhnlichen Marktbedingungen statt. Globale Aktienmärkte signalisierten anhaltende Risikoaversion, und Edelmetalle – insbesondere Silber – gaben nach, was die Möglichkeit eröffnet, dass Kapitalabflüsse aus diesen Märkten in BTC umgeschichtet wurden.
Seit dem US-Angriff auf den Iran hat Bitcoin nach einem ersten Rückgang auf rund 63.000 $ rund 10 % zugelegt. Die Dollarstärke, die üblicherweise Druck auf Krypto ausübt, löste dieses Mal keinen Ausverkauf aus.
Eine Erklärung ist, dass der Kryptomarkt bereits stark überverkauft war und dadurch seine Korrelation mit breiteren Risikoanlagen abgenommen hat.
Unterdessen konnte auch das Auflösen von Momentum-Trades, darunter Positionen in Speicherchip-Zulieferern, BTC nicht nach unten ziehen.
Auf ETF-Seite zeigen SoSoValue-Daten, dass US-Spot-Bitcoin-ETFs am 3. März zusammen Nettozuflüsse von 225 Mio. $ verbuchten. BlackRocks iShares Bitcoin Trust führte mit täglichen Zuflüssen von 322 Mio. $, womit sich sein kumulierter Nettobetrag auf 586 Mio. $ erhöhte.
Der BRRR-Fonds von Valkyrie verzeichnete Zuflüsse von 11,57 Mio. $. Fidelitys FBTC hingegen sah mit 89,29 Mio. $ die größten Tagesabflüsse, die Gewinne an anderer Stelle teilweise aufhoben.
Der gesamte Nettoinventarwert aller US-Spot-Bitcoin-ETFs liegt nun bei 87,58 Mrd. $ und entspricht 6,42 % der Marktkapitalisierung von Bitcoin. Die kumulierten historischen Nettozuflüsse belaufen sich auf 55,48 Mrd. $.
BTC handelt nahe dem oberen Bereich seines Konsolidierungskanals. Der entscheidende Test liegt bei rund 76.000 $, wo die EMA50 seit dem Herbst als Widerstand fungiert – insbesondere Anfang Oktober 2025 und Mitte Januar 2026.
Ein Ausbruch über dieses Niveau könnte den Kurs in Richtung 90.000 $ treiben. Eine Ablehnung im Bereich von 70.000 $ bis 76.000 $ hingegen könnte ihn unter 60.000 $ drücken.
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Warum es wichtig ist: Institutionelle Überzeugung hält an
Trotz Abflüssen aus einzelnen Fonds wie Fidelitys FBTC signalisiert der insgesamt positive Nettofluss, dass institutionelle Investoren weiterhin Kapital über regulierte Produkte in Bitcoin allokieren. Die Dominanz von BlackRock bei den täglichen Zuflüssen unterstreicht, dass der größte Vermögensverwalter der Welt nach wie vor das zentrale Tor für institutionelles BTC-Engagement ist.
Die Widerstandsfähigkeit oberhalb von 70.000 $ angesichts eines starken Dollars und geopolitischer Unsicherheit weicht von früheren Mustern ab, in denen makroökonomische Gegenwinde Krypto zuverlässig nach unten zogen.
Dass BTC diesen Druck ohne scharfe Korrektur aufnehmen konnte, deutet darauf hin, dass die überverkaufte Ausgangslage vor der Rallye einen Boden geschaffen hat.
Der Wettbewerb unter den ETF-Anbietern verschärft sich, da sich die Flüsse zwischen Emittenten verlagern und kleinere Fonds wie Valkyries BRRR beginnen, frisches Kapital anzuziehen. Der ETF-Markt macht inzwischen mehr als 6 % der gesamten Marktkapitalisierung von Bitcoin aus, wodurch institutionelle Fondsströme zu einem zunehmend wichtigen Treiber der Kursentwicklung werden.
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