Bitcoin (BTC) und der US-Dollar-Index bewegen sich nahezu in perfekter Gegenrichtung. Die 30-Tage-Korrelation zwischen beiden hat sich auf -0,90 vertieft, den negativsten Wert seit 2022. Ein Wert von -1,0 würde bedeuten, dass sich die beiden Anlagen jederzeit in exakt entgegengesetzte Richtungen bewegen.
Was die Zahl bedeutet
Eine Korrelation von -0,90 ist nahe an einer perfekten inversen Beziehung. Wenn der Dollar-Index steigt, fällt Bitcoin – und umgekehrt. Dieses Muster hat in den vergangenen 30 Handelstagen durchgängig gehalten. Bei dieser Tiefe bewegen sich die beiden Anlagen nur selten unabhängig voneinander.
Der Dollar-Index, bekannt als DXY, bildet den Dollar gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen ab. Er hat sich in den letzten Wochen abgeschwächt, da Handelskonflikte und fiskalische Sorgen auf die Stimmung drückten. Bitcoin ist im gleichen Zeitraum gestiegen.
Auch lesen: BTC And ETH Fall Overnight As Japan Data Adds Fresh Pressure To Geopolitical Selloff
Hintergrund
Das letzte Mal, dass die BTC-DXY-Korrelation so stark negativ war, war im Jahr 2022. Dieses Jahr war von starken Ausschlägen sowohl am Dollar- als auch am Kryptomarkt geprägt. Die US-Notenbank begann ihren aggressivsten Zinserhöhungszyklus seit Jahrzehnten. Bitcoin fiel von über 45.000 US-Dollar im Januar 2022 auf unter 17.000 US-Dollar zum Jahresende. Der Dollar hingegen stieg auf ein 20-Jahres-Hoch. Diese inverse Dynamik war während eines Großteils dieses Zyklus deutlich ausgeprägt.
Nach 2022 schwankte die Korrelation. Es gab Phasen in den Jahren 2023 und 2024, in denen sich Bitcoin und der Dollar unabhängiger voneinander bewegten. Die aktuelle Rückkehr zu -0,90 stellt eine Wiederbelebung des makrogetriebenen Musters dar.
Auch lesen: Why Bitcoin Won't Rally Before October, According To Scaramucci
Worauf Händler achten
Die Stärke dieser Korrelation ist für die Portfolioausrichtung wichtig. Händler, die Bitcoin als Dollar-Hedge nutzen, beobachten, ob der Wert von -0,90 Bestand hat oder sich noch weiter vertieft.
Ein Wert bei oder nahe -1,0 würde Bitcoin zu einem der verlässlichsten Short-Dollar-Instrumente an liquiden Märkten machen.
Makro-Händler behandeln Bitcoin zunehmend als Risikoanlage, die an Dollar-Liquiditätszyklen gekoppelt ist. Wenn der Dollar schwächer wird, weitet sich die globale Liquidität tendenziell aus. Von diesen Bedingungen hat Bitcoin historisch profitiert. Das aktuelle Umfeld spiegelt diese Logik deutlich wider.
In naher Zukunft ist keine Sitzung der US-Notenbank angesetzt. Anstehende US-Konjunkturdaten, darunter BIP- und PCE-Zahlen, könnten den DXY bewegen und testen, ob die Bitcoin-Korrelation auf diesem Niveau bestehen bleibt.
Als Nächstes lesen: America Runs A Bitcoin Node: What The Government's Move Means For The Network






