Bitcoin (BTC) weist seit 90 Tagen einen negativen Coinbase-Premium auf – ein anhaltendes Warnsignal zur US-Nachfrage, das den Markt anfälliger für weitere Abgaben machen könnte.
Wichtigste Punkte:
- Der Coinbase Premium Index für Bitcoin war 90 Tage in Folge negativ und lag zum Zeitpunkt des Berichts bei minus 0,1066 %.
- Bitcoin fiel seit Mai von rund 79.000 US-Dollar auf 62.923,64 US-Dollar, während Momentum-Indikatoren weiter auf eine schwache Marktverfassung hinwiesen.
- Glassnode stellte fest, dass die Kaufliquidität unterhalb des Marktkurses ausgedünnt ist – der Preis könnte damit empfindlicher auf erneute Verkäufe reagieren.
Bitcoin-Nachfrage in den USA
Medien berichteten, dass der Coinbase Bitcoin Premium Index drei Monate lang im negativen Bereich blieb, während Bitcoin vergeblich versuchte, das im Mai zuletzt gesehene Niveau von 70.000 US-Dollar zurückzuerobern. Daten von Coinglass verorteten den Index zum Zeitpunkt des Berichts bei minus 0,1066 %.
Der Index stellt die Bitcoin-Notierungen auf Coinbase und Binance gegenüber. Ein negativer Wert bedeutet, dass Bitcoin auf Coinbase mit Abschlag gegenüber Binance gehandelt wird – ein Hinweis auf schwächere US-Spotnachfrage.
Bitcoin notierte bei 62.923,64 US-Dollar, nachdem der Kurs im Mai noch bei rund 79.000 US-Dollar gelegen hatte. Der Relative-Stärke-Index verharrte in dieser Phase überwiegend unterhalb der Neutralzone. Auch die Bollinger-Bänder signalisierten anhaltend erhöhte Volatilität. Die Schwäche hielt an, obwohl Wale seit Mitte Juni laut von AMBCrypto zitierten Daten weitere 54.000 Bitcoin aufgesammelt hatten.
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Abwärtsrisiken für Bitcoin
Der anhaltende Coinbase-Abschlag allein belegt weder einen ausgewachsenen Bärenmarkt noch einen breiten Rückzug institutioneller Anleger. Er verstärkt jedoch die Indizienlage, dass US-Spotkäufer bislang nicht genügend Nachfrage aufgebaut haben, um den Abwärtstrend zu drehen. Parallel dazu bleibt die Kursdynamik schwach.
Glassnode stellte zudem fest, dass die Kauforders unterhalb des aktuellen Bitcoin-Kurses deutlich ausgedünnt sind, nachdem im Juni dort noch ein deutlich dichteres Kaufinteresse sichtbar war.
Diese Gebote hatten zuvor als Liquiditätspuffer fungiert, indem sie Verkäufern zusätzliche Gegenparteien boten, falls der Kurs nachgab. Dieser Puffer ist mittlerweile geschrumpft.
Liegen weniger Kauforders direkt unter dem Markt, kann stärkerer Verkaufsdruck den Bitcoin-Kurs schneller nach unten drücken als in einem tieferen Orderbuch. Die Daten belegen keinen unmittelbar bevorstehenden Crash, deuten aber darauf hin, dass Abwärtsbewegungen auf weniger Widerstand treffen könnten.
Das aktuelle Marktbild folgt auf den Rückgang von rund 79.000 US-Dollar im Mai auf knapp 63.000 US-Dollar – trotz anschließender Walakkumulation und mehrfacher Versuche, höhere Kursniveaus zurückzugewinnen. Dass Bitcoin in dieser Phase die Marke von 70.000 US-Dollar nicht zurückerobern konnte, unterstreicht, wie entscheidend eine breit getragene Spotnachfrage – und nicht nur Käufe großer Wallets – für ein nachhaltiges Comeback bleibt.
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