Spot Bitcoin Exchange Traded Funds verzeichneten in der vergangenen Woche an drei aufeinanderfolgenden Handelstagen Nettomittelzuflüsse von rund 1,7 Milliarden US‑Dollar und markierten damit den stärksten Anstieg der institutionellen Nachfrage seit Anfang Oktober.
Der Kaufrausch zur Wochenmitte erreichte seinen Höhepunkt am Mittwoch mit Nettomittelzuflüssen von 843,6 Millionen US‑Dollar, dem bislang größten Tageszufluss des Jahres 2026, gefolgt von 754 Millionen US‑Dollar am Dienstag, wie Daten von Farside Investors zeigen.
Der Bitcoin-ETF von BlackRocks iShares dominierte die Zuflüsse, indem er allein am Mittwoch 648 Millionen US‑Dollar anzog und damit einen neuen Tagesrekord für den Fonds aufstellte, während Fidelitys FBTC 125 Millionen US‑Dollar hinzufügte.
Angebotsdynamik verschiebt sich
Vincent Liu, Chief Investment Officer bei Kronos Research, sagte gegenüber Cointelegraph, dass On‑Chain‑Indikatoren zeigen, dass große Inhaber ihren Nettoverkauf reduziert haben im Vergleich zu Ende Dezember, was den Verkaufsdruck verringert.
„Die ETF‑Absorption zusammen mit der Stabilisierung der Wale deutet auf eine Verknappung des effektiven Angebots und ein risikofreudigeres Marktumfeld hin“, so Liu und fügte hinzu, dass die Wahrscheinlichkeit für weitere positive Kursbewegungen steige, auch wenn die Volatilität bestehen bleibe.
Der dreitägige Anstieg trieb die kumulierten Nettozuflüsse in ETFs seit dem Start im Januar 2024 auf über 58,1 Milliarden US‑Dollar, wobei das verwaltete Gesamtvermögen 128 Milliarden US‑Dollar erreichte und damit rund 6,56 % der gesamten Marktkapitalisierung von Bitcoin ausmacht.
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Gewinnmitnahmen am Freitag dämpfen Wochenerträge
Am Donnerstag kam es zu Abflüssen von rund 395 Millionen US‑Dollar, während Bitcoin nahe 95.000 US‑Dollar gehandelt wurde, etwas unter dem Niveau von 97.000 US‑Dollar, das Anfang der Woche erreicht worden war. Dies deutet darauf hin, dass einige Anleger nach der schnellen Aufwertung Gewinne mitgenommen haben.
Das Muster kehrte die Schwäche Anfang Januar um, als ETFs zwischen dem 6. und 9. Januar in vier Sitzungen über 1,1 Milliarden US‑Dollar verloren, was darauf hindeutet, dass institutionelle Ströme trotz struktureller Akkumulationstrends volatil bleiben.
Ethereum‑ETFs verzeichneten in der Woche Zuflüsse von rund 479 Millionen US‑Dollar, wobei die 290 Millionen US‑Dollar am Dienstag die stärkste Sitzung markierten. Am Freitag kam es jedoch auch zu Rücknahmen in Höhe von 180 Millionen US‑Dollar, die die Gesamtgewinne schmälerten.
Der Ecoinometrics‑Newsletter stellte fest, dass jüngste ETF‑Zufluss‑Spitzen historisch eher kurzfristige Kursanstiege als nachhaltige Rallyes ausgelöst haben, wobei die Gewinne typischerweise nachlassen, sobald die Zuflüsse nachlassen.
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