US-Spot-ETFs auf Bitcoin (BTC) verbuchten in der vergangenen Woche Nettozuflüsse von 986,9 Millionen US-Dollar. Damit setzt sich die Serie positiver Wochen bereits zum dritten Mal in Folge fort – angeführt von BlackRock, obwohl das Handelsvolumen insgesamt rückläufig war.
Wichtige Punkte:
- Die Nettozuflüsse in Bitcoin-ETFs stiegen von 924,5 Mio. auf 986,9 Mio. US-Dollar, davon entfielen 691,5 Mio. US-Dollar auf BlackRocks IBIT.
- Spot-ETFs auf Ethereum (ETH) verzeichneten zusätzlich 218,4 Mio. US-Dollar und damit ebenfalls die dritte Woche in Folge Zuflüsse.
- Bitcoin hielt sich nahe 80.000 US-Dollar; Analysten sehen die nächste Kursbewegung stark von anstehenden US-Makrodaten abhängig.
Bitcoin-ETF-Ströme
Nach Daten von SoSoValue sammelten US-Spot-Bitcoin-ETFs in der Woche bis zum 4. September insgesamt 986,9 Millionen US-Dollar ein, nach 924,5 Millionen US-Dollar in der Vorwoche. Die Zuflussserie läuft nun seit drei Wochen.
BlackRocks IBIT steuerte mit 691,5 Millionen US-Dollar den Löwenanteil zum wöchentlichen Nettozufluss bei und setzte sich damit klar an die Spitze. Gleichzeitig sank das gesamte Handelsvolumen aller Bitcoin-ETFs auf 14,5 Milliarden US-Dollar, nach knapp 19 Milliarden US-Dollar in der Woche zuvor.
Spot-Ethereum-ETFs verbuchten im gleichen Zeitraum Nettozuflüsse von 218,4 Millionen US-Dollar und verlängerten damit ihre eigene positive Serie auf drei Wochen. Das wöchentliche Handelsvolumen ging von 6,3 Milliarden auf 4,1 Milliarden US-Dollar zurück.
Auch interessant: iPhone Ultra könnte Face ID und 4 weitere Funktionen trotz 2.000+ US-Dollar Preis streichen
Johns Makroausblick
Dominick John, Analyst bei Zeus Research, sieht in den anhaltenden ETF-Zuflüssen ein Signal, dass institutionelle Investoren ihre Bitcoin-Positionen „schrittweise wieder aufbauen“ – und zwar über den Kassamarkt statt über gehebelte Derivate. Das mache das Nachfrageprofil weniger abhängig von spekulativen Terminmarkt-Positionen.
Min Jung, Research Associate bei Presto Research, bezeichnet die jüngste Entwicklung als „Aufholbewegung“, nachdem Kryptoanlagen anderen Risikoassets hinterhergelaufen seien. Die kräftigen ETF-Zuflüsse wertet sie als Hinweis auf eine „wieder erwachte institutionelle Nachfrage“.
Bitcoin notierte am späten Sonntag bei rund 79.951 US-Dollar, nachdem der Kurs am Donnerstag zuvor etwa 81.700 US-Dollar erreicht hatte. „Solange die Marke von 80.000 US-Dollar hält, bleibt das technische Bild intakt“, so John. Der nächste Schritt in Richtung 82.000 bis 85.000 US-Dollar hänge jedoch maßgeblich von den Makrodaten ab. Im Fokus der Märkte stehen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe am 10. September sowie die Inflationsdaten (CPI) am 11. September.
„Ein freundliches makroökonomisches Umfeld könnte die Rally ausweiten, während ein höher als erwarteter Inflationswert das zentrale Abwärtsrisiko wäre“, sagte Jung.
Die wöchentlichen Zuflüsse bauen auf einem starken August auf: Spot-Bitcoin-ETFs zogen im vergangenen Monat 3,52 Milliarden US-Dollar an – der höchste monatliche Nettozufluss seit September 2025. Spot-Ethereum-ETFs kamen im August auf 1,85 Milliarden US-Dollar und damit auf den stärksten Monat seit August 2025.
Lesen Sie weiter: Bitcoin hinkt Gold um den Faktor 10 hinterher – und CZ erwartet das Ende dieses Rückstands im nächsten Zyklus





