US-Spot-Bitcoin-(BTC)-Indexfonds (ETFs) haben in den vergangenen 13 Handelstagen nur rund 230 Mio. US‑Dollar an neuen Mitteln eingesammelt – ein drastischer Rückgang nach Zuflüssen von 1,7 Mrd. Dollar Ende September.
Wichtigste Punkte:
- Spot-Bitcoin-ETFs verbuchten nach dem 22. September in 13 Sitzungen nur rund 230 Mio. Dollar Zuflüsse.
- Allein am 7. und 8. Oktober flossen etwa 730 Mio. Dollar aus den Produkten ab.
- Der Zufluss von 21,1 Mio. Dollar am Freitag ging nahezu vollständig auf BlackRocks IBIT zurück.
Bitcoin-ETFs geraten ins Stocken
Anleger pumpten am 21. September 999 Mio. Dollar in die US-Spot-Bitcoin-ETFs und am Folgetag weitere 714,8 Mio. Dollar, wie Daten des Trackers SoSoValue zeigen. In den seither vergangenen 13 Sitzungen kamen laut täglichen Zahlen von Farside Investors nur noch etwa 234 Mio. Dollar hinzu.
Ein Abfluss von 148,7 Mio. Dollar am 30. September beendete die Serie kräftiger Zuflüsse; eine kurze Gegenbewegung am 1. und 2. Oktober brach binnen weniger Tage wieder in sich zusammen. Rückgaben im Volumen von 484,9 Mio. Dollar am 7. Oktober markierten den schwächsten Tag seit Juni, am 8. Oktober flossen weitere 244,1 Mio. Dollar ab. Die Woche schloss damit mit einem Minus von rund 680 Mio. Dollar – dem größten wöchentlichen Nettoabfluss seit Ende Juni.
Der Freitag brachte nur eine leichte Atempause.
Am 9. Oktober verzeichneten die Produkte Nettomittelzuflüsse von 21,1 Mio. Dollar: Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock sammelte 22,4 Mio. Dollar ein, während der Wise Origin Bitcoin Fund von Fidelity 3,6 Mio. Dollar verlor. Neun der zwölf Produkte meldeten überhaupt keine Bewegungen. Auf Wochensicht kam IBIT per Saldo kaum vom Fleck, der Fidelity-Fonds dagegen verzeichnete Abflüsse von rund 380 Mio. Dollar und stand damit für mehr als die Hälfte des gesamten Wochenminus.
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Citi-Prognose für Bitcoin
Bitcoin kletterte am Wochenende, während die US-Börsen geschlossen waren, wieder über die Marke von 83.000 US‑Dollar. ETF-Anleger haben diese Bewegung bislang jedoch noch nicht bestätigt. Wöchentliche Schlusskurse oberhalb dieses Niveaus spielten den Bullen kurzfristig in die Karten, sagte Analyst Daan Crypto Trades und verwies zugleich darauf, dass ein steigender 200-Tage-Durchschnitt nach dem Ausbruch aus einem Bärenmarkt häufig noch einmal getestet werde.
Noch optimistischere Prognosen bauen auf anhaltende ETF-Nachfrage. In einer Notiz vom 30. September hob Citigroup ihr 12-Monats-Kursziel für Bitcoin von 82.000 auf 113.000 US‑Dollar an. Die Bank erwartet in den kommenden zwölf Monaten rund 5 Mrd. Dollar an Zuflüssen in Kryptoanlagen, da unabhängige Finanzberater und Brokerhäuser schrittweise Engagements aufbauen.
Für Trader rückt nun der US-Verbraucherpreisindex für September in den Fokus, der am 14. Oktober veröffentlicht wird – am selben Morgen, an dem BlackRock, der größte Emittent von Spot-Bitcoin-ETFs, seine Quartalszahlen vorlegt.
Mitte September hatten bereits starke Abflüsse eingesetzt, nachdem der Senat eine Cloture-Abstimmung über den Clarity Act scheitern ließ. Danach folgte jedoch eine Serie von neun Handelstagen mit durchgehenden Zuflüssen im Volumen von rund 3 Mrd. Dollar. Ein Großteil dieser Mittel ist im Oktober wieder abgeflossen: Nach den ersten sieben Handelstagen des Monats weisen die Fonds kumulierte Nettoabflüsse von 386,3 Mio. Dollar auf.
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