Bitcoin (BTC)s historische inverse Beziehung zum US‑Dollar ist im Januar 2026 zusammengebrochen, als der Dollar Index im Jahresvergleich um 11 % fiel, während die Kryptowährung 30 % von ihren Oktober-Hochs verlor.
Gold erreichte am 29. Januar Rekordstände von über 5.600 $ je Unze und legte allein im Januar um bis zu 20 % zu.
Bitcoin wurde um 87.000 $ gehandelt, gab damit alle Jahresgewinne ab und lag weiterhin 30 % unter seinem Oktober-Hoch nahe 126.000 $.
Die Divergenz stellt Bitcoins Ruf als „digitales Gold“ infrage und zeigt, dass der Markt den Vermögenswert eher als liquiditätssensitives Risikoengagement denn als verlässliche Dollar-Absicherung behandelt.
Was ist passiert
Der Dollar Index (DXY) fiel am 28. Januar auf 95,55, den niedrigsten Stand seit Februar 2022. Historisch fiel eine Dollar-Schwäche häufig mit Bitcoin-Rallyes zusammen, da Anleger nach Alternativen zu abwertenden Fiatwährungen suchten.
JPMorgan‑Strategen führten den Dollar-Rückgang auf kurzfristige Ströme und Stimmung zurück, nicht auf fundamentale Veränderungen im Wachstum oder in den Erwartungen an die Geldpolitik. Die Zinsdifferenzen der USA entwickelten sich seit Beginn 2026 zugunsten des Dollars.
„Es ist entscheidend zu beachten, dass der jüngste Dollar-Rutsch nicht auf Veränderungen im Wachstum oder in den Erwartungen an die Geldpolitik zurückzuführen ist“, schrieb Yuxuan Tang, Leiter der Makrostrategie für Asien bei JPMorgan Private Bank, in einer Analyse, die mit Medien geteilt wurde.
Die Märkte scheinen nicht überzeugt zu sein, dass die Dollar-Schwäche einen dauerhaften makroökonomischen Übergang darstellt. Bitcoin-Inhaber liquidierten innerhalb der 24 Stunden bis zum 26. Januar Long-Positionen im Wert von 600 Millionen $, wobei nahezu 200.000 Trader aus gehebelten Wetten gedrängt wurden.
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Warum die Märkte auseinanderliefen
Gold absorbierte Kapitalströme, die Schutz vor globalen Risiken und Währungsabwertung suchten. Zentralbanken hielten ihre Käufe mit durchschnittlich 60 Tonnen pro Monat aufrecht und stützten damit die Nachfrage unabhängig von spekulativen Positionierungen.
Bitcoins Integration in die Derivatemärkte über ETFs, Futures und Optionen schuf mechanische De-Risking-Dynamiken bei Volatilitätsspitzen. Professionelle Trader reduzieren ihr Engagement systematisch, wenn die Märkte instabil werden – unabhängig von ihrer Überzeugung in die Fundamentaldaten.
Die Kryptowährung steht zudem durch Angebotsdynamiken unter Druck. Die Kostenbasis kurzfristiger Halter liegt bei rund 98.000 $, wodurch jüngere Käufer im Minus sind und anfällig für Kapitulation bleiben. Die Futures-Volumina blieben gedämpft, und die Hebelwirkung war an den großen Handelsplätzen verringert.
Ohne klare Veränderungen in den Erwartungen an die Geldpolitik, die die Dollar-Bewegungen treiben, fingen traditionelle sichere Häfen die Diversifikationsströme auf. Gold stieg in den vergangenen zwölf Monaten um 83 %, während Bitcoin im selben Zeitraum um 17 % fiel.
Das Modell von JPMorgan deutet darauf hin, dass Bitcoin traditionellen Makro-Absicherungen weiter hinterherhinken könnte, bis Wachstums- oder Zinsdynamiken statt Strömen und Stimmung zu den Haupttreibern der Währungsmärkte werden. Die Bank erwartet eine Stabilisierung des Dollars, während sich die US‑Wirtschaft im Verlauf des Jahres 2026 stärkt.
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