Bitcoin fiel am 21. Januar unter 90.000 $, ausgelöst durch eskalierende US-EU-Handelsspannungen wegen Grönland. Dies löste erzwungene Liquidationen von über 860 Mio. $ aus und beendete einen kurzen Rallyeversuch Anfang Januar.
Der Rückgang drückte BTC während der US-Handelszeiten auf ein Intraday-Tief von 89.200 $ und markierte damit das niedrigste Niveau seit Anfang Januar, als der Vermögenswert kurzzeitig die Marke von 94.000 $ erreichte, bevor die Dynamik über einem wichtigen Widerstand nicht gehalten werden konnte.
Bitcoins Death-Cross-Muster – gebildet im November 2025, als der 50‑Tage‑Durchschnitt unter den 200‑Tage‑Durchschnitt fiel – bleibt intakt. Technische Indikatoren deuten auf eine fortgesetzte Konsolidierung in der Spanne von 84.000–94.000 $ hin, die die Kursbewegung seit zwei Monaten begrenzt.
Was ist passiert
Daten von CoinGlass zeigen, dass innerhalb der 24 Stunden bis zum 20. Januar Liquidationen im Gesamtvolumen von 860 Mio. $ stattfanden, wobei Long-Positionen etwa 91 % der erzwungenen Schließungen ausmachten.
Die von Präsident Trump angedrohten Zölle gegen acht europäische Länder wegen ihrer Ablehnung in der Grönland-Frage lösten eine Risk-off-Stimmung aus, wobei Gold über 4.400 $ je Unze stieg, während Bitcoin nachgab.
Die Zuflüsse in Bitcoin-ETFs zeigten institutionelle Unsicherheit: Auf 1,2 Mrd. $ Zuflüsse in den ersten beiden Handelstagen 2026 folgten Abflüsse von 243 Mio. $ und 476 Mio. $ in den darauffolgenden Sitzungen.
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Warum das wichtig ist
Der gescheiterte Ausbruch über 94.000 $ und der anschließende Rückgang unter 90.000 $ testen die Widerstandsfähigkeit von Bitcoins zweimonatiger Konsolidierungsspanne. Analysten identifizieren 80.000–85.000 $ als nächste große Unterstützungszone, falls das aktuelle Niveau nicht hält.
Analysten von Bernstein hatten Ende November zuvor 80.000 $ als Zyklustief ausgerufen und deuten darauf hin, dass dieses Niveau für die Positionierung institutioneller Investoren ein erhebliches psychologisches Gewicht hat.
Bitcoins Korrelation mit dem Nasdaq 100 erreichte am 20. Januar 0,80 – den höchsten Wert seit fast vier Jahren. Das stellt die „Digitales Gold“-Erzählung infrage, da sich der Vermögenswert eher wie eine Tech-Aktie als wie ein sicherer Hafen verhält.
Die Death-Cross-Formation signalisiert historisch längere Konsolidierungsphasen, in denen Bitcoin nach ähnlichen technischen Konstellationen in früheren Zyklen wochenlang in engen Handelsspannen gefangen blieb.
Marktbeobachter merken an, dass zwar die Hebelwirkung weitgehend bereinigt ist und das Open Interest unter den Höchstständen von Oktober 2025 bleibt, Bullen jedoch den Bereich von 93.500–94.000 $ mit anhaltendem Volumen zurückerobern müssen, um die bärische technische Struktur zu negieren und einen Vorstoß in Richtung des psychologischen Widerstands bei 100.000 $ zu wagen.
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