Bitcoin (BTC) notiert knapp unter 80.000 Dollar, nachdem die Kryptowährung binnen einer Woche rund 23 % zugelegt hat. Doch trotz der Rallye rechnen mehrere Marktbeobachter weiterhin mit einer scharfen Gegenbewegung, die den Kurs bis in den Bereich von 40.000 Dollar drücken könnte.
Wichtigste Punkte:
- Bitcoin ist um 23 % gestiegen und hat kurzzeitig 81.000 Dollar überschritten, dennoch reichen bärische Prognosen weiter bis hinunter auf 40.000 Dollar.
- Ein RSI von 83 und ein Fear-&-Greed-Wert von 74 nähren die Sorgen über eine kurzfristige Übertreibung und eine Korrektur.
- Niels sieht seinen verbliebenen Bären-Case erst dann widerlegt, wenn Bitcoin auf Wochenschlussbasis über 83.000 Dollar steigt.
Risiko eines Bitcoin-Absturzes
Bitcoin hat in der vergangenen Woche laut CryptoPotato am 25. August rund 23 % zugelegt und dabei kurzfristig die Marke von 81.000 Dollar überschritten. Zuvor hatte die Leitwährung noch im Bereich um 60.000 Dollar notiert. Die Erholung hat Spekulationen befeuert, dass der Bärenmarkt seinem Ende entgegengeht – skeptische Marktteilnehmer verweisen jedoch darauf, dass der jüngste Anstieg zu steil verlaufen sei.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) von Bitcoin kletterte auf 83 und signalisiert damit eine stark überkaufte Marktsituation. Der Fear-&-Greed-Index stieg auf 74 und erreichte damit den höchsten Stand seit Oktober 2025 – ein weiteres Warnsignal nach der abrupten Aufwärtsbewegung.
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Der Zyklustest von Niels
Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob die Rallye einem weiteren Härtetest auf der Unterseite standhält. AlejandroBTC rechnet damit, dass Bitcoin erneut in die Zone zwischen 68.000 und 70.000 Dollar zurückfällt, bevor ein möglicher Bruch dieser Spanne stärkere Liquidationen auslöst und den Kurs in Richtung 40.000 Dollar treibt.
„So stelle ich mir das Szenario vor: Bitcoin testet 68.000–70.000 Dollar. Wir sehen eine kleine Gegenbewegung. Dann kehren wir in diese Zone zurück – und diesmal hält sie nicht. Dann beginnt die Panik. Liquidationen nehmen Fahrt auf, die Stimmung kippt, und ich glaube, wir fallen direkt in Richtung 40.000 Dollar“, prognostizierte der Analyst.
bee erwartet ebenfalls eher eine abrupte Abfuhr als eine schrittweise Korrektur – mit einer einzelnen, kräftigen roten Kerze, die einen Großteil der jüngsten Gewinne auslöschen könnte. Nonzee argumentiert, dass vor allem ein Liquiditätsschub die Rallye angetrieben habe und Bitcoin anfällig für eine Bullenfalle sei, die einen Rückgang in Richtung 45.000 Dollar nach sich ziehen könnte.
Niels, der sich zuvor klar bärisch positioniert hatte, setzt die Schwelle für das Aufgeben seines Abwärtsszenarios höher an.
Ein Wochenschluss oberhalb von 83.000 Dollar würde seiner Ansicht nach signalisieren, dass der Boden erreicht ist, und seine Prognose eines Rücksetzers auf 55.000 Dollar invalidieren. Andernfalls, so Niels, folge Bitcoin weiter seinem traditionellen Vierjahreszyklus und das makroökonomische Tief würde im Oktober markiert.
Noch vor wenigen Wochen hatte Bitcoin damit zu kämpfen, sich über 60.000 Dollar zu halten, bevor der Kurs in einer Woche um mehr als 20 % zulegte und kurzzeitig 81.000 Dollar überwand. Die Geschwindigkeit dieser Umkehr spaltet nun die Marktteilnehmer: Die einen werten die Bewegung als Startschuss für eine nachhaltige Erholung, die anderen sehen lediglich die nächste, volatile Zwischenerholung im übergeordneten Bärenmarkt.
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