Strategy-Aktien sprangen auf 137,40 US-Dollar, nachdem Bitcoin (BTC) die Marke von 80.000 US-Dollar zurückeroberte. Peter Schiff erneuerte jedoch seine Warnung vor einer „Todesspirale“, während Michael Saylor mit einem demonstrativ optimistischen Video konterte.
Wichtigste Punkte:
- MSTR erreichte 137,40 US-Dollar im Zuge der jüngsten Bitcoin-Erholung über 80.000 US-Dollar.
- Schiff führt einen Teil der Kursrally bei der Aktie auf Eindeckungen von Short-Positionen zurück und hält an seiner „Todesspirale“-These fest.
- Saylor reagierte mit einem KI-generierten Video, das ihn auf einem Bullen reitend zeigt.
MSTR-Rally
Die Strategy-Aktie ist am Donnerstag deutlich gestiegen, nachdem sich die Erholung, die Anfang August eingesetzt hatte, kräftig fortsetzte – im Gleichschritt mit der Rückkehr von Bitcoin über die Marke von 80.000 US-Dollar. Schiff stellte infrage, ob der Kurssprung von nachhaltiger Nachfrage getragen ist, und vermutete stattdessen, dass vor allem Short-Seller, die ihre Positionen eindecken mussten, den Anstieg beschleunigt haben könnten.
Auf X schrieb Schiff: „Ich weiß nicht genau, was hinter dem heutigen starken Anstieg von $MSTR steckt, aber ich vermute, dass Short-Eindeckungen eine große Rolle spielen.“
Zugleich bekräftigte er seine „Todesspirale“-These, auch wenn die „Lebenserwartung“ von Strategy durch die vorübergehende Bitcoin-Rally „ein wenig verlängert“ worden sei. Im Kern kritisiert er die Dividendenzusagen auf die Vorzugsaktien, die das Unternehmen teilweise durch die Ausgabe neuer Aktien finanziert.
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Schiff bleibt bei seiner Warnung
Saylor setzte während der Kursrally einen völlig anderen Akzent. Der Executive Chairman von Strategy veröffentlichte einen KI-generierten Clip, der ihn auf einem Bullen in Spanien zeigt, versehen mit der Zeile „Ride the ₿ull“.
Der Schlagabtausch spiegelt einen tieferliegenden Konflikt über die stark Bitcoin-zentrierte Kapitalstruktur von Strategy wider.
Schiff sieht in den Verpflichtungen aus den Vorzugsaktien und der Abhängigkeit von weiterer Aktienemission Schwachstellen, sollte Bitcoin unter Druck geraten. Saylor hingegen verknüpft die Perspektiven des Unternehmens weiterhin offen mit dem Vertrauen in die Kryptowährung.
Die jüngste Rally hat zudem einige Sorgen gemildert, Strategy müsse womöglich irgendwann Bitcoin-Bestände veräußern, um Verpflichtungen zu bedienen – ein Risiko, das eng mit dem Kapitalmarktzugang des Unternehmens und dem Marktwert seiner Bitcoin-Reserven verknüpft ist.
Schiff argumentiert in diesem Sinne bereits seit über einem Jahr, bezeichnete MSTR zeitweise als Betrug und warnte, die Vorzugsstruktur könne eine „Todesspirale“ auslösen. Seine aktuellen Kommentare wiederholen diese Langzeitkritik – diesmal allerdings vor dem Hintergrund kräftig steigender Kurse sowohl bei MSTR als auch bei Bitcoin.
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