Bitcoin (BTC) ist am Donnerstag in der asiatischen Sitzung auf rund 82.800 Dollar abgerutscht – und damit unter die Marke von 83.000 Dollar, die FxPro mit einem möglichen schnellen Durchmarsch in Richtung 80.000 Dollar verknüpft. Auslöser war eine neue Welle der Risikoaversion, nachdem die Sorge vor US-Luftschlägen gegen Iran den Ölpreis über 102 Dollar trieb.
Wichtigste Punkte:
- Bitcoin fiel in Asien um 1,6 % auf knapp unter 82.800 Dollar.
- Brent-Öl stieg über 102 Dollar je Barrel nach Berichten über US-Angriffspläne gegen Iran.
- Laut FxPro-Analyst Alex Kuptsikevich könnte ein Bruch von 83.000 Dollar Bitcoin zügig auf 80.000 Dollar drücken.
Bitcoin rutscht aus der Handelsspanne
Die größte Kryptowährung verlor am Donnerstagmorgen in Asien 1,6 % auf knapp unter 82.800 Dollar. Damit rutschte sie unter 83.000 Dollar – den unteren Rand der zweiwöchigen Handelsspanne, der bereits am Mittwoch erstmals unterschritten worden war.
Unter den großen Coins verzeichnete XRP (XRP) mit einem Minus von fast 4 % auf rund 1,42 Dollar die kräftigsten Verluste. Ether (ETH) gab 3 % auf etwa 2.570 Dollar nach, Dogecoin (DOGE) fiel um 3 % auf knapp unter 9 US-Cent.
Zusätzlichen Druck brachte der Rohölmarkt.
Brent-Öl kletterte um mehr als 2 % auf über 102 Dollar je Barrel, nachdem ein am Mittwoch veröffentlichter Bericht meldete, das Weiße Haus habe das Pentagon um Optionen für Angriffe auf Iran vor den Kongress-Zwischenwahlen im kommenden Monat gebeten. Der Ölpreissprung trieb die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf rund 5,3 % und damit in die Nähe des höchsten Niveaus seit 2002. Asiatische Aktien gaben nach, nachdem die Wall Street von Rekordhochs zurückgefallen war.
Protokolle der US-Notenbank, die am selben Tag veröffentlicht wurden, zeigten zudem, dass die meisten Mitglieder der Federal Reserve in diesem Jahr einen weiteren Zinsschritt nach der Anhebung um 25 Basispunkte im September für angemessen halten.
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FxPros 80.000-Dollar-Szenario
Alex Kuptsikevich, Analyst bei FxPro, hatte bereits am Dienstag – als Bitcoin noch über 85.000 Dollar gehandelt wurde – erklärt, ein Rutsch unter 84.000 Dollar wäre „ein Sieg der Bären“, also jener Marktteilnehmer, die auf fallende Kurse setzen. Ein Durchbruch unter die jüngsten Tiefs nahe 83.000 Dollar würde diese Trendwende mit „deutlich höherer Sicherheit“ bestätigen, so Kuptsikevich. In der Folge könnte Bitcoin seiner Einschätzung nach relativ rasch bis auf 80.000 Dollar durchgereicht werden.
Der jüngste Rückgang folgte auf eine Welle erzwungener Verkäufe stark gehebelter Händler. Die Liquidationen erreichten am Vortag rund 550 Millionen Dollar über den gesamten Kryptomarkt, wie Daten von CoinGlass zeigen. Etwa 480 Millionen Dollar davon entfielen auf Long-Positionen, also Wetten auf weiter steigende Kurse. Auffällig: Die letzten beiden Rückgänge bei Bitcoin fielen jeweils mit steigenden Ölpreisen und höheren Anleiherenditen zusammen.
Nicht alle Marktbeobachter sehen darin jedoch bereits einen ausgewachsenen Trendwechsel. Jeff Ko, Chefanalyst bei ViaBTC, verwies Anfang der Woche darauf, dass Bitcoin das dritte Quartal immer noch mit einem Plus von rund 40 % abgeschlossen habe. Solange der Bereich von 82.000 bis 83.000 Dollar halte, würde er die aktuelle Bewegung weiterhin als „konstruktive Konsolidierung“ werten.
Heftige Kursschwankungen bleiben die Regel
In den vergangenen zwei Wochen pendelte Bitcoin in einer Spanne mit einer Obergrenze nahe 87.000 Dollar, wo Verkäufer den Kurs am Montag bereits zum dritten Mal seit dem 23. September zurückdrängten. Noch am Dienstag notierte die Kryptowährung um 86.600 Dollar.
Trotz der Erholung von rund 64.000 Dollar Anfang August liegt Bitcoin damit immer noch rund ein Drittel unter seinem Rekordhoch von über 126.000 Dollar vom 6. Oktober 2025.
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