Bitcoin (BTC) wird in der Nähe eines Niveaus gehandelt, das in der Vergangenheit mittelfristige Korrekturen von lang anhaltenden Bärenmärkten getrennt hat – dem 200‑Wochen‑Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA), der derzeit bei rund 68.300 $ liegt.
Da der Token 47 % unter seinem Allzeithoch von 126.000 $ vom Oktober 2025 liegt, könnte der Wochenschluss darüber entscheiden, ob sich der Ausverkauf vertieft oder stabilisiert.
Die Kryptowährung handelte am Donnerstag bei etwa 67.000–68.000 $ und bewegte sich damit knapp unterhalb der 200‑Wochen‑EMA, nachdem sie in der Vorwoche bis auf 60.000 $ gefallen war.
Was passiert ist
Analyst Rekt Capital noted, dass in früheren Zyklen – 2018 und 2022 – ein Wochenschluss unterhalb der 200‑Wochen‑EMA, gefolgt von einem fehlgeschlagenen Rücktest dieses Niveaus von unten, das auslöste, was er als „bearish acceleration“ bezeichnete – also steilere und anhaltendere Kursrückgänge.
Bitcoin muss die Woche über 68.300 $ schließen, um eine Wiederholung dieses Musters zu vermeiden.
Die 200‑Wochen‑EMA galt zusammen mit dem 200‑Wochen‑Einfachen Gleitenden Durchschnitt (SMA) als langfristiger Preisboden. Der Rückgang unter 60.000 $ in der vergangenen Woche durchbrach beide Marken innerhalb des Handelstages, auch wenn sich die Wochenkerze wieder erholte.
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Überverkaufte Signale als Gegenargument
Nicht alle Indikatoren deuten auf weitere Verluste hin. Bitcoins Mayer Multiple – das Verhältnis des Preises zum 200‑Tage‑Durchschnitt – ist laut Daten von CryptoQuant auf etwa 0,6 gefallen.
Werte unter 0,8 haben historically coincided with strong long‑term buying opportunities.
Nur an rund 5,3 % der Handelstage von Bitcoin lag der Mayer Multiple noch niedriger. Frühere Vorkommen auf diesem Niveau umfassen das Bärenmarkttief im Dezember 2018, den COVID‑Crash im März 2020 und den FTX‑Kollaps im November 2022.
Charles Edwards, Gründer des quantitativen Fonds Capriole Investments, bezeichnete den Wert von 0,6x als „historisch eines der besten Kaufsignale in der Bitcoin‑Geschichte“, räumte jedoch ein, dass weiterer Abwärtsdruck möglich ist.
Größerer Markt‑Kontext
Die technische Debatte findet vor dem Hintergrund eines sich verschlechternden makroökonomischen Umfelds statt. US‑Spot‑Bitcoin‑ETFs verzeichneten seit November 2025 laut CoinShares‑Daten Nettomittelabflüsse von rund 6 Milliarden $.
CryptoQuant stellte fest, dass die institutionelle Nachfrage sich „materiell umgekehrt“ hat und ETFs im Jahr 2026 zu Nettoverkäufern geworden sind, nachdem sie im gleichen Zeitraum des Vorjahres 46.000 BTC aufgekauft hatten.
Standard Chartered hat am Mittwoch lowered its near-term target to $50,000, behielt aber seine Jahresendprognose von 100.000 $ bei. Bernstein bezeichnete dies hingegen als den „schwächsten Bärenfall“ in der Geschichte von Bitcoin und verwies auf das Ausbleiben größerer Branchenausfälle, die typischerweise mit stärkeren Einbrüchen einhergehen.
Ob dieser Pessimismus gerechtfertigt ist oder sich als Kontraindikator erweist, hängt maßgeblich davon ab, was beim Wochenschluss der Kerze am Sonntag passiert.
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