Bitcoin (BTC) hat es seit über einem Monat nicht geschafft, über 70.000 $ zu schließen, und die Gruppe der kurzfristigen Inhaber realisiert kontinuierlich Verluste seit Oktober 2025 – ein Muster, das laut dem wöchentlichen On-Chain-Bericht von Glassnode typisch für Bärenmarktbedingungen ist.
Die Zuflüsse in US-Spot-Bitcoin-ETFs sind wieder in den positiven Bereich zurückgekehrt, und der Spot-Orderflow verbessert sich.
Die Funding-Raten für Perpetual-Futures sind negativ geworden, was auf überfüllte Short-Positionen statt auf erneute Überzeugung der Bullen hindeutet.
Was die On-Chain-Daten zeigen
Bitcoin hat mehr als einen Monat damit verbracht, in einer Spanne von 62.800–72.600 $ zu konsolidieren. Jede Zurückweisung über 70.000 $ wurde von Netto-Realisationsgewinnen begleitet, die Spitzen von über 5 Millionen $ pro Stunde erreichten. Glassnode wertet dies als opportunistische Gewinnmitnahmen, nicht als nachfragegetriebenes Kaufen.
Der Preis befindet sich zwischen dem Realized Price bei 54.400 $ – den durchschnittlichen Anschaffungskosten des gesamten zirkulierenden Angebots – und dem True Market Mean bei 78.400 $, der die Kostenbasis der aktiv gehandelten Coins abbildet.
Der 7-Tage-EMA des Short-Term Holder Spent Output Profit Ratio liegt seit Oktober 2025 unter 1,0 und steht derzeit bei 0,985, was bedeutet, dass jüngste Käufer im Aggregat mit Verlust verkaufen.
In der Nähe der Spannenmitte bildet sich ein Akkumulationscluster, aber seine Intensität ist schwächer als in früheren Phasen, die nennenswerten Kursanstiegen vorausgingen.
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ETF-Flows und Derivate
Der 7-Tage-Durchschnitt der Nettozuflüsse in US-Spot-Bitcoin-ETFs ist nach wochenlangen anhaltenden Abflüssen wieder positiv geworden. Das kumulierte Spot-Volumen-Delta beginnt an den großen Börsen ebenfalls wieder zu steigen, wobei Glassnode auf eine breit angelegte Verbesserung statt auf isolierte Aktivität hinweist.
Die Funding-Raten für Perpetual-Futures sind ins Negative gedreht, was bedeutet, dass Shortseller nun eine Prämie zahlen, um ihre Positionen zu halten.
Diese überfüllte Positionierung schafft eine asymmetrische Situation: Wenn sich die Spot-Nachfrage weiter erholt, könnten erzwungene Short-Liquidationen jede Aufwärtsbewegung verstärken.
Optionen-Positionierung
Die implizite Volatilität am vorderen Ende hat sich in Richtung des Bereichs um 50 % zusammengezogen, wobei die 1-Wochen-Laufzeit schneller fällt als die 1-Monats-Laufzeit. Das deutet auf eine geringere Dringlichkeit bei der kurzfristigen Absicherung hin.
Put-Optionen werden weiterhin mit einer Prämie gegenüber vergleichbaren Calls gehandelt, aber die Schieflage hat sich von ihrem jüngsten Hoch verringert.
Call-Käufe machten in den letzten 24 Stunden 40,3 % der gesamten Optionsaktivität aus, nach 27,8 % in der Vorwoche.
Rund 2 Milliarden $ an negativem Gamma konzentrieren sich in der Nähe des 75.000-$-Strikes, wo die Hedging-Flows der Dealer jede Aufwärtsbewegung des Kurses zusätzlich verstärken könnten.
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