Ray Dalio warnt, dass sich in den USA innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Schuldenkrise zuspitzen könnte – und rät Anlegern, Gold und Bitcoin (BTC) gegenüber Staatsanleihen zu bevorzugen.
Zentrale Punkte:
- Dalio schätzt, dass eine US-Schuldenkrise in etwa drei Jahren einsetzen könnte – mit einer Spanne von ein bis fünf Jahren, falls die Politik nicht umsteuert.
- Er warnt, die Bundesausgaben lägen rund 40 % über den Einnahmen, während Tilgungs- und Zinszahlungen sich dieses Jahr auf etwa 11 Billionen US-Dollar summierten.
- Dalio empfiehlt eine Untergewichtung von Anleihen, eine Goldquote von 10 % bis 15 % und eine kleinere Allokation in Bitcoin.
Ray Dalios Warnung
Dalio, Gründer von Bridgewater Associates, veröffentlichte seine Warnung am 21. August, nachdem Finanzminister Scott Bessent angekündigt hatte, dass langfristige Anleiherückkäufe pro Operation mehr als 4 Milliarden US-Dollar erreichen könnten. Dalio wertete den Schritt als weiteres Symptom wachsenden Drucks am US-Staatsanleihemarkt – nicht als nachhaltige Lösung steigender Finanzierungskosten.
Er bezifferte die Bundeseinnahmen auf rund 5,5 Billionen US-Dollar bei Ausgaben von etwa 7,5 Billionen US-Dollar – ein Defizit von rund 40 % über den Einnahmen. Mit etwa 10 Billionen US-Dollar fälliger Tilgungen und rund 1 Billion US-Dollar an Zinsen kommt Dalio auf einen jährlichen Schuldendienst von knapp 11 Billionen US-Dollar – rund das Doppelte der Staatseinnahmen.
„Ich bin überzeugt, dass sich die finanzielle Lage der Regierung an einem Wendepunkt befindet“, schreibt Dalio. Andernfalls könnten die Schulden auf Niveaus steigen, die ohne massive ökonomische Verwerfungen kaum noch beherrschbar wären.
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Bitcoin als Absicherungsinstrument
Dalio skizziert einen Weg, das Haushaltsdefizit auf 3 % des BIP zu senken – durch eine Kombination aus Ausgabenkürzungen, höheren Steuereinnahmen und niedrigeren Zinsen. „Alle drei müssen gleichzeitig greifen“, schreibt er und warnt, dass eine einseitige Schwerpunktsetzung die Anpassung noch schmerzhafter machen könnte.
Für Anleger empfiehlt Dalio, Schuldtitel wie Staatsanleihen unterzugewichten, während Gold übergewichtet und Bitcoin in kleinerem Umfang beigemischt werden sollte. Eine Goldquote von 10 % bis 15 % im Portfolio könne das Risiko reduzieren und zugleich die Renditechancen verbessern, so Dalio.
Beim Timing bleibt er bewusst vage. „Meine Vermutung … ist, dass es in drei Jahren so weit ist, plus/minus zwei Jahre“, schreibt Dalio, und betont, dass politische Kurswechsel, Kriege oder andere Schocks den Zeitpunkt vorziehen oder hinausschieben könnten.
Die Warnung fügt sich in Dalios breitere Schuldzyklus-These: Steigende Zinslasten drängen andere Ausgaben zurück, schwächen die Nachfrage nach Staatsanleihen und zwingen Notenbanken am Ende verstärkt zur Geldschöpfung. In einem solchen Umfeld gewinnen knappe, nicht staatlich emittierte Anlagen wie Gold und Bitcoin an Attraktivität – insbesondere dann, wenn das Vertrauen in Staatsanleihen und Währungen erodiert.
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